Mobilität und Verkehr

Aktuelle Mobilitätskonzepte beschränken sich nicht mehr auf klassische Beförderungsmittel wie private Fahrzeuge oder den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), sondern beziehen auch Angebote wie Car-, Bike- oder Ride-Sharing mit ein. Damit rückt die effiziente Auswahl und Kombination verschiedener Beförderungsarten in den Fokus, entweder durch grundsätzliche Nutzung verschiedener Verkehrsmittel (multimodale Mobilität) oder sogar mehrerer Verkehrsmittel innerhalb einer Wegstrecke (intermodale Mobilität). Die Adressierung der unterschiedlichen Mobilitätsarten und -bedürfnisse ist somit eine wichtige Aufgabe jeglicher Verkehrsplanung.

Eine Herausforderung ist hierbei nicht nur die Abstimmung verschiedener Mobilitätsangebote, sondern auch die gemeinsame, oftmals konkurrierende Nutzung begrenzter öffentlicher Verkehrsflächen durch verschiedene Mobilitätsteilnehmer wie fahrende und parkende Kraftfahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger.

Zahlen und Fakten

  • 69 Prozent der Deutschen denken, dass aufgrund der Klimabelastung durch den Verkehr ein grundsätzliches Umdenken im Bereich Mobilität notwendig ist.
  • Drei Viertel der Auto-Nutzer stufen das Auto als unverzichtbar ein, auf das Fahrrad möchte knapp die Hälfte seiner Nutzer unter keinen Umständen verzichten.
  • Insgesamt 32 Prozent aller Verkehrsteilnehmer würden auf ein autonomes Flottenfahrzeug (Robo-Taxi/-Shuttle) umsteigen, unter Senioren sogar 36 Prozent.

Quellen:

Die Digitalisierung von Mobilität und Verkehr

Für städtische und kommunale Infrastrukturen sind Mobilität und Verkehr wichtige Themen mit großem Digitalisierungspotential. Dies betrifft beispielsweise die aktive Verkehrssteuerung durch adaptive Ampelschaltungen oder Richtgeschwindigkeiten. Die hierzu nötige Messung des Verkehrsflusses erfolgt durch Sensorik im Straßenumfeld, zunehmend aber auch durch die Fahrzeuge selbst.

Auch der Zuwachs bei der E-Mobilität erfordert intelligente digitale Lösungen, wie z. B. eine optimierte Auslastung der Ladestellen mittels flexibler Stromtarife. Perspektivisch werden auch autonome Fahrzeuge an Bedeutung gewinnen, die eine Vielzahl digitaler Sensoren und KI-basierter Algorithmen zur Umgebungserfassung und Steuerung erfordern. Assistenzsystemen wie Spurhalteassistenten und Einparkhilfe finden bereits heute Verwendung.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Sharing-Angeboten werden intelligente, intermodale Planungstools nötig, die neben der optimalen Route und Verkehrsmittelwahl auch deren Verfügbarkeit und Preis mit einberechnen. Dies erfordert den vernetzten Zugriff auf die Daten aller Mobilitätsanbieter. Wünschenswert ist auch ein durchgehendes Ticketing über mehrere Verkehrsmittel hinweg. Hierfür bieten sich zukünftig einheitliche Benutzerkonten auf Basis sicherer digitaler Identitäten an, mit denen Bürgerinnen und Bürger sich auch in anderen Lebensbereichen, wie etwa der öffentlichen Verwaltung, der Kultur und bei Dienstleistungen, digital ausweisen sowie Leistungen buchen und bezahlen können. Die Herausforderung gesamtheitlicher Lösungen für Mobilität und Verkehr ist weniger die oftmals bereits erfolgte Digitalisierung einzelner Angebote, sondern vielmehr deren intelligente Vernetzung in einer Smart City.


Schlüsseltechnologien für Mobilität und Verkehr

  • Navigations- und Ortungstechnologien
  • Fahrzeugsensorik
  • 5G-/6G-Technologien und -Infrastruktur
  • Künstliche Intelligenz
  • Internet of Things
  • Sicheres Management digitaler Identitäten

KI-Innovationswettbewerb

BML-Ecosys

Smarte Datenwirtschaft

CampaNeo

Smart Service Welt II

Optimos 2.0

Smart Maas

Schaufenster Sichere Digitale Identitäten

ID-Ideal

ONCE

SDIKA

Internationale Kooperationsprojekte

CARNIVAL

D-TRAS