HyMover - abgeschlossen 12/24

Integration von smarter IKT, H2-Brennstoffzellen- und Batterietechnologien im Sattelzug und Logistiksystem der Zukunft

Ziel des Projekts HyMover (vormals IKT4H2LOG) ist die Entwicklung eines Konzepts für den Serieneinsatz von 40t-Sattelzugmaschinen mit Brennstoffzellenantrieb für die Mittelstrecke in der Logistik der Automobilindustrie. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden dafür zwei Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben und Brennstoffzellensystemen ausgestattet. Die im IKT-Vorgängerprojekt eJIT geschaffene Ladeinfrastruktur in Leipzig und Zwickau wird dafür ebenso genutzt wie die bereits vorhandene Wasserstoff-Tankinfrastruktur in Sachsen. Die beiden Brennstoffzellen-Sattelzüge sollen in zwei Pilotszenarien über einen Zeitraum von 18 Monaten auf ihre Praxisfähigkeit getestet werden. Das Projekt MyHover soll zeigen, ob Brennstoffzellen-Sattelzugmaschinen in Zukunft einen sinnvollen Einsatz im Bereich der Transportlogistik darstellen können und wie dekarbonisierte Transportlogistik insgesamt wirtschaftlich gestaltet und betrieben werden kann.

Zentrale Ergebnisse des Projekts HyMover
Im Projekt HyMover ging es um die Entwicklung und Pilotierung eines smarten Gesamtpakets für den Serieneinsatz von 40t-Brennstoffzellen-Sattelzugmaschinen auf Mittelstrecken der Automobil-Logistik. Mit zwei entsprechend aufgebauten und ausgerüsteten Brennstoffzellen-Sattelzugmaschinen mit H2-betriebenen Rangeextendern sollte die Praxisfähigkeit auf Mittelstrecken bis 400km in Feldversuchen auf vorhandener Lade- und Wasserstoffinfrastruktur in Leipzig und zwischen Dresden und Zwickau getestet und nachgewiesen werden. Im Fokus stand ferner die Entwicklung ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeitsrechner. Weiterhin ging es um die simulationsgestützte Bewertung von Einsatzszenarien sowie den Aufbau einer zentralen Datendrehscheibe mit Echtzeit-Monitoring zur operativen Steuerung. Ergänzend wurden digitale Lehr- und Sensibilisierungsmodule für Führungskräfte und Instandhalter erstellt, um Kompetenzanforderungen zu adressieren und die Akzeptanz der Brennstoffzellentechnologie zu fördern.

Das Vorhaben wurde vorzeitig beendet, da aus Projektsicht keine wirtschaftlichen Verwertungsmöglichkeiten für die gewonnenen Projektergebnisse bestehen. Durch den Wegfall der Förderung alternativer Antriebskonzepte im Nutzfahrzeugsegment sei die Marktnachfrage eingebrochen. Dies erschwere den Markteintritt klimaschonender Nutzfahrzeuge erheblich. Als ein Ergebnis der Forschungsarbeiten kann festgehalten werden, dass datenbasierte Entscheidungsunterstützung und flexible Einsatzplanung grundsätzlich das Potenzial haben, die Wirtschaftlichkeit von Brennstoffzellen-Lkw zu steigern.

Weiterführende Informationen

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Ansprechpartner

Andreas Wächtler

RKW Sachsen Rationalisierungs- und Innovationszentrum e. V.

T +49 351 8322-367