Programm

Die nationale KI-Strategie soll dazu beitragen, die Zukunft Deutschlands als Industriestandort zu sichern und neue Märkte für deutsche Unternehmen zu erschließen. Ein wichtiger Beitrag zur raschen Umsetzung ist der Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz", mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Entwicklung KI-basierter Plattformkonzepte fördert.

Über 130 Konsortien aus Wissenschaft und Wirtschaft haben sich mit ihren Konzeptideen am Wettbewerb beteiligt, aus denen 16 Förderprojekte für eine dreijährige Umsetzungsphase ausgewählt wurden. Sie sollen als Leuchttürme wichtige Impulse für den Einsatz von KI in wichtigen Sektoren der deutschen Wirtschaft setzen. Adressiert werden Branchen und Themenbereiche wie Gesundheit, Smart Living, Handel, Produktion, Landwirtschaft, Mobilität und Bau bis hin zu Quantencomputing. Mit begleitenden Forschungsmaßnahmen werden außerdem zentrale Herausforderungen zum Datenmanagement, der Auswahl und Anwendung von Normen und Standards, Ethik und Recht bearbeitet und besonders die Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Geschäftsmodelle für KI-Anwendungen vorangetrieben.



Der KI-Innovationswettbewerb gliederte sich in zwei aufeinanderfolgende Phasen:

1.       Wettbewerbsphase

Ziel der Wettbewerbsphase ist es, überzeugende Konzeptideen für die breite Anwendung von KI in einem volkswirtschaftlich relevanten Sektor hinsichtlich Machbarkeit und Umsetzbarkeit zu unterlegen, Hemmnisse zu identifizieren und Voraussetzungen für eine schnelle und effiziente Implementierung der Konzeptidee in einer anschließenden Umsetzungsphase zu schaffen.

In der laufenden Wettbewerbsphase haben 35 ausgewählte Konsortien die Möglichkeit, detaillierte Roadmaps zur Umsetzung ihrer Konzeptidee und zur Bildung schlagkräftiger Partnerschaften auszuarbeiten. In dieser ersten Phase sind alle Interessierten eingeladen, sich bei den laufenden Projekten für eine Mitarbeit zu bewerben. Die ausgearbeiteten, aussichtsreichsten Vorhaben werden im Spätsommer öffentlich prämiert und sollen die Chance zur vorwettbewerblichen Realisierung ihrer Idee im Rahmen der dann anschließenden, geförderten Umsetzungsphase erhalten.

 

2.       Umsetzungsphase

Die aus dem Wettbewerb hervorgehenden Gewinnerkonsortien werden dazu aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag für die Teilnahme an der ab Anfang 2020 beginnenden Umsetzungsphase zu stellen. Der Förderantrag muss sich unmittelbar auf die Elemente und Ergebnisse des im Wettbewerb  ausgearbeiteten und begutachteten Vorschlags beziehen. Angestrebt werden große Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Laufzeiten von in der Regel 36 Monaten (Orientierungsgröße). Weitere Modalitäten bei der Förderung großer Plattformvorhaben können dem Förderrahmen „Entwicklung digitaler Technologien“ entnommen werden.

Hinweis:  Die in Aussichtstellung von Fördermaßnahmen steht grundsätzlich unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel und politischer Prioritäten.