CONTRAILS

Contrails in the Climate System: from Observation to Impact Modeling and Prediction

Projektbeschreibung
Die Beobachtung, Modellierung und Vorhersage von Kondensstreifen und hohen Wolken ist ein wichtiger und herausfordernder Bereich der Atmosphärenwissenschaft, insbesondere mit Hinblick auf die Interaktion mit dem Luftverkehr und der unmittelbaren und langfristigen Klima-Wirkung. Das deutsch-französische CONTRAILS Projekt zielt darauf ab, moderne, vertrauenswürdige KI-Methoden und physikalische Modelle zu entwickeln und miteinander zu verbinden, um die Identifikation, Charakterisierung, Datenassimilation und Vorhersage von Kondensstreifen und hohen Wolken zu verbessern. Konkret sollen neue bodenbasierte all-sky Kamera-Beobachtungen und Satelliten-basierte Wolkenbeobachtungen im infraroten und sichtbaren Bereich in Echtzeit mit Methoden der künstlichen Intelligenz automatisch auf die Sichtbarkeit von Kondensstreifen und hohen Wolken ausgewertet werden. Die Ergebnisse gehen automatisiert in den Beobachtungspool für die Analysen und Vorhersagen der numerischen Wettervorhersage ein und liefern dort eine deutlich verbesserte Entstehungswahrscheinlichkeit von Kondensstreifen und den aus diesen entstehenden klima-relevanten Wolken. Die Ergebnisse dieses Projekts können für die Luft- und Raumfahrt Instrumente zur Überwachung der Auswirkungen von Kondensstreifen auf das Klima liefern und somit Grundlagen für künftige experimentelle Tests zur Vermeidung von Kondensstreifen durch Optimierung von Flugbahnen legen.

Konsortium
Deutschland: Deutscher Wetterdienst (DWD) (deutscher Konsortialführer), Xelera Technologies
Frankreich: Laboratoire atmosphères, milieux, observations spatiales (französischer Konsortialführer), Thales Research & Technology, Reuniwatt SAS

Laufzeit
März 2022 – Mai 2025

Budget (Deutschland)
Gesamtvolumen: 1,15 Mio. €
Fördermittel: 1,15 Mio. €

Ansprechpartner

Deutscher Wetterdienst

Prof. Dr. Roland Potthast