ID-Ideal

Schaufensterregion: Sachsen

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ID-Ideal

Im Alltag weist man sich, wenn man Dienstleistungen beanspruchen möchte, z. B. durch Mitgliedsausweise oder Urkunden aus. Wenn man diese digital nutzen möchte, muss man sie erst umständlich einscannen und hochladen. In der digitalen Welt weist man seine Identität mittels Benutzerkonten nach. Sie enthalten aber nur Teile der persönlichen Daten und können oft nur bei wenigen Onlinediensten eingesetzt werden. Das Kernproblem ist, dass die digitale Nutzung verschiedener Identitätsnachweise zu umständlich und damit ineffizient ist.

Es gibt zwar zahlreiche ID-Dienste, die aber nicht miteinander interoperabel sind. Deshalb hat jeder Nutzer zahlreiche Accounts und Apps, die er einrichten, erlernen und pflegen muss. Die Anbieter von Onlineservices wiederum haben hohe Aufwände, um verschiedene Dienste zu integrieren. Das hat Auswirkung auf die Realwirtschaft, da Unternehmen aller Branchen auf effiziente und sichere digitale Interaktionen mit Kunden und Partnern angewiesen sind.

Die Vision ist ein rechtssicherer digitaler Raum, der TrustNet genannt wird. Im TrustNet sind die Akteure eindeutig identifizierbar, die ausgetauschten Information verifizierbar und Transaktionen rechtssicher. Gleichzeitig soll die Datensouveränität für alle Akteure sichergestellt werden.

Zur Erreichung dieser Vision fokussiert sich ID-Ideal auf drei zentrale Aspekte:

  1. Die Definition eines Trust Frameworks, das als Regelwerk verschiedene ID-Dienste harmonisieren soll und Standards für den sicheren Austausch von Nachweisen schafft.

  2. Die Entwicklung von Anreizen, die zur stärkeren Nutzung solcher Dienste führen. Dazu gehört eine hohe Alltagsrelevanz, sehr gute Usability sowie die Möglichkeit, die eigenen Daten ökonomisch zu verwerten.

  3. Den Aufbau der TrustNet Initiative, die als offene Community Transfer, Zertifizierung, Austausch und Weiterentwicklung vorantreibt.

Um eine möglichst flächendeckende Anwendung zu erreichen, ist die Interoperabilität zwischen den einzelnen technischen Lösungen nötig. Apps auf dem Smartphone, die als digitale Brieftasche („Wallet“) fungieren, erlauben das Speichern von digitalen Identitäten und weiterer digitaler Nachweise wie Zeugnisse, Urkunden, Berechtigungen und Tickets. Sie nehmen gesicherte Angaben entgegen, die verschiedene Behörden und Institutionen als digitale Identitäten ausgeben. Dafür sind einheitliche digitale Formate und Schnittstellen erforderlich. Wenn sich Anwenderinnen und Anwender dann bei Behörden oder Unternehmer mit ihrer digitalen ID ausweisen wollen, müssen auch diese über die erforderlichen Schnittstellen verfügen. Das Zusammenspiel dieser Interaktionspartner findet in „ID-Ökosystemen“ der jeweiligen Branchen statt. Die Standardisierung und damit die Interoperabilität dieser Ökosysteme will ID-Ideal mit dem „ID-Ideal Trust Framework“ als neutrale, gemeinsame Basis vorantreiben.

Die technologischen Grundlagen wird ID-Ideal in den kommenden Jahren in sächsischen Schaufensterregionen, speziell in Dresden, Leipzig und Mittweida, anhand spezifischer Anwendungsbeispiele testen und weiterentwickeln.

ID-Ideal ist ein Projekt aus dem Schaufenster Sichere Digitale Identitäten, das Ansätze für neue offene, interoperable und einfach nutzbare ID-Ökosysteme fördert.

Partner

HTW Dresden, Hochschule Mittweida, Landeshauptstadt Dresden, Stadtverwaltung Leipzig,
Stadtverwaltung Mittweida, Jungheinrich AG, EXXETA AG, EECC GmbH, Fraunhofer FIT, Jolocom GmbH, AUTHADA GmbH, evan GmbH, KAPRION Technologies GmbH, Stromdao GmbH, SQL Projekt AG

Auswahl Use Cases

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Projektwebseite

https://www.id-ideal.de

Weiterführende Informationen

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