Programm

Innovationswettbewerb auf Grundlage des Förderrahmens „Entwicklung digitaler Technologien“

In der modernen Welt sind Digitale Identitäten eine wesentliche Voraussetzung für eine funktionierende Volkswirtschaft. Nahezu alle Wirtschafts- oder Verwaltungsprozesse setzen die Identifikation einer Person oder eines Objektes voraus. Digitale Identitäten sind damit zum Eingangstor für moderne digitale Verwaltungs- und Wirtschaftsprozesse geworden.

Mit dem „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ sollen deutsche eIDAS-Lösungen zugänglich gemacht werden, die gleichermaßen nutzerfreundlich, vertrauenswürdig und wirtschaftlich sind: Für Verwaltung, Wirtschaft – insbesondere KMU – und die Bevölkerung. Keine der existierenden ID-Lösungen konnte bislang die für eine breite Anwendung notwendige kritische Masse erreichen. Dies soll durch Schaufenster, in denen Technologieanbieter und Kommunen eng zusammenarbeiten, erreicht werden. Die Umsetzung soll in zahlreichen Anwendungsfällen mit Alltagsrelevanz praktisch erprobt werden. Die Bürger sollen in die Entwicklung der Lösungen eingebunden werden.

Mit dem Innovationswettbewerb leistet das BMWi einen unmittelbaren Beitrag zur Digitalen Souveränität und Datensicherheit im Internet. Die Maßnahme zielt darauf ab, das Vertrauen von Bürgern und Unternehmen in die Digitalisierung zu stärken. Die angestrebten Vorschläge sollen sich auch an Erfordernissen und Möglichkeiten des Mittelstands orientieren und diesen zum Einsatz und zur Nutzung von Sicheren Digitalen Identitäten befähigen.

 

Der Innovationswettbewerb gliedert sich in zwei aufeinanderfolgende Phasen:

1.       Wettbewerbsphase

Ziel der Wettbewerbsphase war es, überzeugende Konzeptideen für die Schaufenster zu entwickeln und diese hinsichtlich Machbarkeit und Umsetzbarkeit zu unterlegen, Hemmnisse zu identifizieren und Voraussetzungen für eine schnelle und effiziente Implementierung der Konzeptidee in einer anschließenden Umsetzungsphase zu schaffen.

In der abgeschlossenen Wettbewerbsphase hatten 11 ausgewählte Konsortien die Möglichkeit, detaillierte Roadmaps zur Umsetzung ihrer Konzeptidee und zur Bildung schlagkräftiger Partnerschaften auszuarbeiten. Zehn solcher Konzepte wurden eingereicht und durch eine Fachjury bewertet. Die aussichtsreichsten der ausgearbeiteten Vorhaben erhalten im Rahmen der anschließenden geförderten Umsetzungsphase die Chance zur vorwettbewerblichen Realisierung ihrer Idee.

2.       Umsetzungsphase

Die aus dem Wettbewerb hervorgehenden Gewinnerkonsortien wurden dazu aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag für die Teilnahme an der ab Frühjahr 2021 beginnenden Umsetzungsphase zu stellen. Der Förderantrag muss sich unmittelbar auf die Elemente und Ergebnisse des im Wettbewerb ausgearbeiteten und begutachteten Vorschlags beziehen. Für die Umsetzungsphase sind große Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Laufzeiten von in der Regel 36 Monaten (Orientierungsgröße) vorgesehen. Weitere Modalitäten bei der Förderung großer Plattformvorhaben können dem Förderrahmen „Entwicklung digitaler Technologien“ entnommen werden.

Hinweis: Die in Aussichtstellung von Fördermaßnahmen steht grundsätzlich unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel und politischer Prioritäten.