SENSE

Semantisches, interoperables Smart Home

Anwendungsbereich: Smart Home/Smart Living
Technologiebereich: Machine Learning; Semantische Technologien

SENSE erforscht Konzepte und Anwendungen rund um das Smart Home. Anliegen des Projekts ist es, das Zusammenspiel (Interoperabilität) von digitalen Geräten und Systemen in vernetzten Gebäuden durch inhaltliche (semantische) Beschreibungsmodelle zu erleichtern.

Ausgangslage
Im Smart Home, auch Smart Building oder intelligentes Gebäude genannt, sind digitale Systeme und Geräte so miteinander vernetzt, dass sie das Wohnen bequemer, sicherer und kosteneffizienter machen. Eine smarte, vernetzte Wetterstation zum Beispiel registriert anhaltende Trockenheit, daraufhin wird die Bewässerung im Garten gestartet. Oder: Sobald die Bewohner das Haus verlassen, erlischt das Licht automatisch, Jalousien und Heizung werden heruntergefahren, der Energieverbrauch sinkt. Möglich sind solche Dienste, weil haustechnische Anlagen und Haushaltsgeräte immer häufiger mit digitaler Technik ausgestattet sind. Doch damit die einzelnen Komponenten zusammenspielen, müssen sich viele verschiedene Technologien untereinander verstehen – diese Kommunikation flexibler zu machen und Daten- und Funktionsbeschreibungen für zukünftige Anforderungen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz vorzubereiten, sind wesentliche Ziele von SENSE.

Projektziel
Das Projekt SENSE erforscht hierzu Konzepte zur Interoperabilität, also einem besseren Zusammenspiel von digitalen Geräten und Systemen im vernetzten Gebäude. Ein Schlüssel dafür ist die semantische Beschreibung von technischen Schnittstellen, das heißt eine Beschreibung nach inhaltlichen Kriterien. Die semantische Interoperabilität soll die Kommunikation von digitalen Geräten und Anlagen erleichtern und eine Anbindung an übergreifende digitale Strukturen schaffen, wie zum Beispiel an intelligente Energienetze (Smart Grid) oder die vernetzte Stadt (Smart Cities) – und zwar ohne dabei schützenswerte Interessen von Nutzern zu gefährden. SENSE setzt nur international etablierte (Web-) Standards, wie z.B. das Web of Things Konzept (WoT) ein und ermöglicht neue digitale Anwendungen in vernetzten Gebäuden bis hin zu Systemen, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz „intelligent“ agieren, beispielsweise intelligente, individuelle Assistenzdienste. Wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Einrichtung des offenen Semantic Building Labs. Die Laborumgebung bietet Raum für praktische, vorwettbewerbliche Arbeiten zu unterschiedlichen Aspekten der Interoperabilität in assoziierten Projekten und Fachteams.

Anwendung und praktischer Nutzen
SENSE will den Grundstein dafür legen, dass sich vernetzte Gebäude und die um sie herum entstehenden Dienste breiter etablieren. Die praktischen Arbeiten umfassen zunächst vier Anwendungsbereiche: Energie, Komfort, Sicherheit und Assistenz. Hierzu werden im Labor grundlegende Themen erforscht, angefangen bei angepassten Datenmodellen, der semantischen Beschreibung sowie dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Systemwelten in gemeinsamen Diensten bis hin zu Fragen von Datenabstraktion und Datenschutz.

Konsortium
DFKI GmbH, IoT Connctd, FH Dortmund, ZVEI-FE

Ansprechpartner

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH

Dr. Hilko Hoffmann

01.01.2019-31.12.2021