Meldung
01.06.2023

Die Produktion der Zukunft mit 5G-Advanced gestalten: Kick-off von EmKoI4.0 in Tokio

Innovative Kommunikationstechnologien sind ein zentraler Baustein für die Industrie der Zukunft. Das deutsch-japanische Projekt EmKoI4.0 arbeitet an neuen Methoden und Werkzeugen im 5G-Bereich. In Tokio kam nun das Projektteam zum Kick-off zusammen.

Besuch der Delegation beim MIC am 16. Mai
Besuch der Delegation beim MIC am 16. Mai
© DLR-PT
Besuch der Delegation beim MIC am 16. Mai

Durch die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung der Produktion steigt das Volumen der Datenmengen, die übertragen werden müssen, stetig an. Hier kommen sogenannte 5G-Advanced-Technologien zum Einsatz – eine neue Dimension im Hinblick auf Aspekte wie Konnektivität, Sicherheit oder Services.
Auch das deutsch-japanische Leuchtturmprojekt „EmKoI4.0 – Erschließung moderner Kommunikationstechnologien für Industrie 4.0“ setzt hier an. Ziel des internationalen Forschungsteams ist, Standardisierung, Harmonisierung und Interoperabilität voranzutreiben, so dass große Datenmengen sicher, robust und schnell übertragen werden können. Mit Hilfe innovativer Methoden und Werkzeuge wird es möglich werden, während des gesamten Lebenszyklus von Industrieanlagen und Produkten konvergente Kommunikationslösungen bereitzustellen.

Impulse aus Forschung und Praxis

Am 16. und 17. Mai 2023 fiel in Tokio der offizielle Startschuss für EmKoI4.0. Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), des DLR Projektträgers (DLR-PT) und des deutschen Projektteams besuchten das japanische Partnerministerium – Ministry of Internal Affairs and Communications (MIC) – sowie die japanischen Projektpartner.
Eins der Highlights der Delegationsreise war ein Besuch bei der Nippon Electric Company (NEC) mit viel Raum zur Vernetzung und zu intensiven Fachgesprächen zwischen den Projektteams. In den Laboren von NEC wurde ganz praktisch sichtbar, welches Potenzial der Einsatz neuer 5G/6G-Kommunikationstechnologien im industriellen Umfeld birgt. Ein Eindruck, der sich beim Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern weiterer Einrichtungen wie dem National Institute of Information and Communications Technology (NICT) im Yokosuka Research Park und der Tohoku University noch verstärkte. Besonders wichtig für das deutsch-japanische EmKoI4.0-Team war auch die gemeinsame Diskussion über Zukunftsvisionen bis zum Jahr 2025. Dabei ging es um Themen wie die Harmonisierung der virtuellen Abbildung von 5G-Campusnetzen, Interoperabilität, ein optimiertes Lebenszyklusmanagement sowie um Ansätze zur Standardisierung.

Durch internationale Zusammenarbeit Märkte erschließen und technologische Fortschritte erzielen

Zukunft bedeutet bei Projekten wie EmKoI4.0 immer auch der Weg in die Anwendung. Ein wichtiger Partner für damit verbundene Fragen ist die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) – als Brücke zwischen den internationalen Märkten und der lokalen Wirtschaft. Aus einem gemeinsamen Treffen mit Fachleuten von der AHK konnte das deutsch-japanische Projektteam viel Input mitnehmen, etwa zu möglichen weiteren Kooperationen oder zu den Erfahrungen anderer Unternehmen, die ähnliche Herausforderungen im Bereich der Kommunikationstechnologien zu bewältigen haben. Konkrete Themen waren unter anderem technische Details zu Industrial-Wireless-LAN-Produkten und japanische Richtlinien für Cybersecurity in Fabriksystemen.
Das große Potential der deutsch-japanischen Zusammenarbeit für die Produktion der Zukunft betonte auch Axel Voß, Leiter des Referats VIB3, Entwicklung digitaler Technologien, BMWK: „Der Kick-off des EmKoI4.0-Projekts war ein Meilenstein für beide Seiten. Der Start in Tokio hat gezeigt, wie gut die japanischen und deutschen Beiträge harmonieren – und dass Industrie 4.0 nur durch internationale Zusammenarbeit zu einem Erfolg werden kann. Besonders beeindruckt bin ich von der hohen Motivation und dem Engagement der Projektteams.“

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Das Konsortium setzt sich zusammen aus:
Deutschland: ifak - Institut für Automation und Kommunikation e. V. (TU Dresden), Thorsis Technologies GmbH,
Demag Cranes & Components GmbH
Japan: National Institute of Information and Communications Technology of Japan (NICT), NEC Corporation, Tohoku University