Meldung
11.02.2022

Innovative und optimierte Logistik in stadtnahen Depots mit CiLoCharging

Der Einsatz von Elektrofahrzeugen für die Logistik ist eines der meistdiskutierten Themen im Bereich der Elektromobilität. Dabei geht es nicht nur um die technische Umsetzbarkeit, sondern auch um das Zusammenspiel von Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit. Das Projekt CiLoCharging arbeitet an einer neuen Lösung, die die Anforderungen aller Beteiligten vereinen soll.

Projekt Logo
CiLoCharging

Bei der Frage danach, wie sich Elektrofahrzeuge optimal für den Logistiksektor einsetzen lassen, spielen die Bedürfnisse unterschiedlichster Stakeholder eine Rolle. CiLoCharging, ein Forschungsprojekt verschiedener Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft, will sich dieser Herausforderung annehmen. CiLoCharging steht dabei für City Logistic Charging. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer integrativen, optimierten, flexiblen und bedarfsgerechten Lösung für den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Verteildienst eines Logistikterminals.

Jürgen Götz, Senior Project Manager bei Siemens: „Um elektrisch betriebene Fahrzeuge zukünftig besser für den Logistiksektor nutzen zu können, müssen wir die Anforderungen aus den ursprünglich getrennten Anwendungsbereichen Logistik, Ladeinfrastruktur, Energieversorgung und Verkehrsmanagement integrieren.“

Ein Prototyp ist bereits in Planung

Im Detail heißt das, dass sowohl die Verfügbarkeit der Fahrzeuge, aktuelle Ladestände und daraus resultierende Reichweiten, eine zuverlässige Stromversorgung als auch die Möglichkeiten zum Nachladen bei längeren Lieferstrecken in die neue Lösung einfließen sollen. Um die für die so genannte Stückgut-Logistik typischen Rahmenbedingungen adäquat berücksichtigen zu können und die Skalierbarkeit der Flottenterminals auf wirtschaftliche Weise sicherzustellen, müssen daher mehrere Kriterien erfüllt werden. Darunter fällt die Integration des Lademanagements in die bestehenden Logistikprozesse sowie die Bereitstellung eines smarten Energiemanagements zur Einbindung elektrifizierter Logistikterminals in das elektrische Verteilnetz.

Um all diese ambitionierten Ziele in die Tat umzusetzen, zielt CiLoCharging auf die Entwicklung, die prototypische Umsetzung und die Evaluierung einer entsprechenden Lösung ab. Dafür arbeitet das Projektteam sowohl an einer Simulation als auch an einem realen Feldversuch – in einem neugebauten Terminal von DHL Freight.
Hinter dem Projekt CiLoCharging steht ein Konsortium, das mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung besetzt ist. Der Technologiekonzern Siemens ist Verbundkoordinator und Leiter für die Integration der Ladeinfrastruktur und den integrativen Optimierungsansatz für die Entwicklungstätigkeit. Als wissenschaftliche Partner fungieren die Fachhochschule Dortmund sowie die Technische Universität München. Weiterhin beteiligt sind die DHL Freight und das Start-up STTech, das den Einsatz von KI, maschinellem Lernen und Deep Learning im Kontext von Ladelösungen vorantreibt.

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen des Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität: intelligente Anwendungen für Mobilität, Logistik und Energie" gefördert.