Meldung
17.06.2019

Neue Wege für die vernetzte Produktion: OpenServ4P stellt Projektergebnisse vor

OpenServ4P hat eine Plattform für intelligente Services entwickelt, mit denen bisher nicht vernetzte Anlagen Industrie-4.0-fähig gemacht werden können. Zum Ende der dreijährigen Laufzeit des Smart Service Welt-Projekts stellten die Konsortialpartner am 26. und 27. April in Augsburg ihre Ergebnisse vor.

Dieses Bild zeigt den im Projekt OpenServ4P entwickelten Demonstrator.
Der im Projekt OpenServ4P entwickelte Demonstrator.
OpenServ4P-Abschluss Bild

Am ersten Tag präsentierte OpenServ4P seine Projektergebnisse im Rahmen des 8. Augsburger Technologietransfer-Kongresses, am zweiten Tag fand an der Fraunhofer Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV die projektinterne Abschlussveranstaltung statt. Beim Projektabschluss zeigte sich, dass die erfolgreiche Umsetzung der Plattform vor allem einem durchdachten Vorgehen zu verdanken ist. Bereits zu Beginn der Projektarbeit wurden mögliche Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren und einzelne Services identifiziert. So sollten die digitalen Lösungen skalierbar sein, um ausreichend Flexibilität zu bieten. Darüber hinaus spielt die IT-Sicherheit der verarbeiteten Produktionsdaten auf der Plattform eine wichtige Rolle, ebenso wie eine schnelle Datenverarbeitung. Diese Anforderungen wurden bei der Software- und Hardware-Architektur berücksichtigt, beispielsweise durch eine Vorverarbeitung und Kompression von Daten, die zu einer Reduktion der Informationen führt.

Beim Konsortialpartner BSH Hausgeräte GmbH konnte die Anwendung der Services praktisch erprobt werden, etwa in der Fertigung von Kunststoffteilen für Kühlschränke. Bislang mussten die Teile nach dem Spritzgussverfahren immer noch manuell auf Fehler, wie zum Beispiel Schlieren, überprüft werden. Durch die Verarbeitung von Produktionsdaten mithilfe intelligenter Algorithmen, die beispielsweise Fehler vorhersagen und einzelne Teile erkennen können, wurde das automatische Aussortieren fehlerhafter Teile getestet. Herausforderungen bestanden dabei insbesondere im Bereich Datenqualität und -verfügbarkeit. Darüber hinaus wurden während der Laufzeit des Projektes beispielsweise Services zur vorausschauenden Instandhaltung und zum adaptiven Risikomanagement getestet.

Die Ergebnisse aus der Projektarbeit werden weiter genutzt: So beantragten die Konsortialpartner SALT Solutions AG und die Fraunhofer-Einrichtung IGCV erfolgreich eine Verlängerung, um ihre Zusammenarbeit im Projekt um weitere drei Monate fortführen zu können und die Plattform sowie die Services weiter zu erproben.

Weiterführende Informationen
OpenServ4P