ECO:DIGIT-Prüfstand: Tool zur Messung von CO₂e-Emissionen und Ressourcenverbrauch von Software

Demonstrator des Projekts ECO:DIGIT aus dem Technologieprogramm GreenTech Innovationswettbewerb

ECO:DIGIT
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Beschreibung des Demonstrators

Der ECO:DIGIT-Prüfstand ist eine digitale Anwendung zur transparenten Erfassung und Bewertung des Ressourcenverbrauchs und der CO₂e-Emissionen von Software-Anwendungen. Das Tool wurde im Projekt entwickelt, um Softwareprodukte in ihren typischen Betriebsumgebungen objektiv vergleichen zu können.
Der Prüfstand analysiert Anwendungen in vier zentralen Deployment-Szenarien: Cloud-Plattformen, mobile Netzwerke, mobile Endgeräte sowie Edge Computing. Dabei wird nicht nur der Energieverbrauch der Software selbst, sondern auch der Einfluss unterstützender digitaler Infrastruktur erfasst – etwa Netzwerke oder Plattformen wie AWS, Google Cloud, Microsoft Azure oder Sovereign Cloud Stack.
Die Anwendung ermöglicht erstmals eine vergleichbare, skalierbare und automatisierte Umweltbewertung komplexer Softwaresysteme – ohne aufwendige Laborumgebungen oder manuelle Konfiguration. Damit bietet der Demonstrator eine praktikable Grundlage zur Optimierung digitaler Lösungen im Sinne nachhaltiger IT.

Business Case aus Anwendersicht

Mit dem ECO:DIGIT-Prüfstand erhalten Unternehmen, Entwickler:innen und IT-Entscheider:innen ein praxisnahes Werkzeug, um den CO₂-Fußabdruck ihrer Softwareanwendungen transparent zu erfassen – unabhängig vom Betriebskontext.
Der Demonstrator unterstützt Anwender:innen dabei, fundierte Entscheidungen über Technologien, Plattformen und Deployments im Sinne der Ressourceneffizienz und Klimaverträglichkeit zu treffen. Das System macht Nachhaltigkeit technisch messbar und bietet so die Voraussetzung für konkrete Verbesserungsmaßnahmen entlang des Softwarelebenszyklus.
Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen in Nachhaltigkeitsberichterstattung (z. B. CSRD) und wachsender Nachfrage nach „Green Software“ eröffnet ECO:DIGIT neue Möglichkeiten der Nachhaltigkeitsbewertung, Optimierung und Kommunikation im Bereich digitaler Produkte.

Zum Projekt

Digitale Technologien sind ein zentraler Hebel für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, verursachen aber selbst erhebliche CO₂-Emissionen. Der IKT-Sektor ist weltweit für schätzungsweise zwei bis sechs Prozent des CO₂-Ausstoßes verantwortlich. Eine der dringendsten Herausforderungen ist daher die Entwicklung und Nutzung klimaverträglicher Software.
Hier setzt das Projekt ECO:DIGIT an. Ziel ist es, eine automatisierte Bewertungsumgebung, den sogenannten ECO:DIGIT-Prüfstand, zu entwickeln. Dieser erfasst den Ressourcenverbrauch und die CO₂e-Emissionen moderner Softwareanwendungen umfassend und transparent. Dabei berücksichtigt das System sowohl die Software selbst als auch deren Betriebsumgebungen, etwa auf Cloudplattformen, in mobilen Netzwerken, auf mobilen Endgeräten oder in Edge-Infrastrukturen.
Entwickelt werden methodisch belastbare Indikatoren, die u. a. Stromverbrauch, Hardware-Nutzung sowie Rohstoff- und Chemikalienaufwand bei Herstellung und Entsorgung abbilden. Damit sollen die Umweltwirkungen digitaler Systeme erstmals systematisch, vergleichbar und praxistauglich messbar gemacht werden. Das Projekt schließt eine Lücke zwischen Desktop-orientierten Lösungen und komplexen, schwer zugänglichen Laboransätzen – und ermöglicht eine eigenständige Nutzung durch Unternehmen und Entwickler:innen.

Ansprechpartner

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