Digitaler Produktpass für die Bauwirtschaft

Demonstrator des Projekts CliCE-DiPP aus dem Technologieprogramm GreenTech Innovationswettbewerb

CliCE-DiPP
© CliCE-DiPP

Beschreibung des Demonstrators

Der browserbasierte Demonstrator zeigt die exemplarische Umsetzung eines digitalen Produktpasses für die Bauwirtschaft auf Basis von Echtdaten des Projektpartners Protektor. In der Anwendung werden die zentralen Bestandteile des Passes abgebildet: Die DigitalNamePlate enthält typenschildrelevante Angaben, unter TechnicalData finden sich allgemeine Produktinformationen wie Bilder, und der Bereich CarbonFootprint liefert Angaben zum CO₂-Fußabdruck des Produkts.

Business Case aus Anwendersicht

Für produzierende Unternehmen schafft CliCE-DiPP einen konkreten Mehrwert: Der digitale Produktpass ermöglicht es, den CO₂-Fußabdruck von Produkten belastbar zu erfassen, transparent zu kommunizieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Besonders relevant ist dies vor dem Hintergrund steigender Erwartungen seitens Politik, Märkten und Kunden in Bezug auf nachhaltige Produktion.
Die standardisierte Datengrundlage erleichtert die Integration in bestehende Prozesse und IT-Systeme und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Produktionsabläufe energie- und ressourceneffizient zu gestalten. Assistenzsysteme helfen darüber hinaus bei der operativen Umsetzung – etwa im Shop Floor Management. Damit bietet CliCE-DiPP nicht nur einen technologischen Ansatz, sondern eine zukunftsfähige Perspektive für Unternehmen, um Nachhaltigkeit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit miteinander zu verbinden.

Zum Projekt

CliCE-DiPP („Climate-neutral Circular Economy enabled by Digital Product Carbon Pass“) adressiert die zentrale Herausforderung, CO₂-Emissionen in industriellen Wertschöpfungsketten transparent zu machen. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Produktpasses, der den Product Carbon Footprint (PCF) standardisiert abbildet – inklusive aller Emissionen entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Grundlage dafür sind industrielle Schnittstellen wie OPC UA sowie die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell) als interoperabler Datenrahmen.
Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert: In einer Pilotphase werden Assistenzsysteme und Demonstratoren in Lernfabriken getestet, anschließend erfolgt die Übertragung auf reale Anwendungsszenarien in der Industrie. Neben der technologischen Entwicklung werden weitere Konzepte wie ein Steuerungsalgorithmus zur Effizienzsteigerung und die Integration in Planungsplattformen wie BIM erarbeitet. CliCE-DiPP leistet damit einen Beitrag zur digitalen und klimaneutralen Transformation industrieller Prozesse.

Ansprechpartner

Daniel Fuhrländer-Völker

TU-Darmstadt

Dr.-Ing. Daniel Fuhrländer-Völker