Datengestützte Emissionsoptimierung und Materialauswahl in der kunststoffverarbeitenden Industrie

Demonstrator des Projekts CO2ptiMat aus dem Technologieprogramm GreenTech Innovationswettbewerb

CO2ptiMat
© CO2ptiMat

Beschreibung des Demonstrators

Der Demonstrator zeigt eine Software-as-a-Service-Lösung zur automatisierten Berechnung und Visualisierung des Product Carbon Footprint (PCF) auf Basis von Primärdaten. Die Lösung ermöglicht es, Emissionsdaten präzise auf Produktebene zu erfassen und in Relation zu Produktionskennzahlen wie Output, Ausschussrate oder Zykluszeiten zu setzen.
Ein zentrales Feature ist die Integration von Materialdaten, insbesondere zur gezielten Auswahl von Rezyklaten. Nutzer:innen können verschiedene Materialoptionen vergleichen und deren Auswirkungen auf Emissionen und Produktivitäts-KPIs direkt gegenüberstellen. Dabei werden auch Trade-offs sichtbar – etwa zwischen CO₂-Reduktion durch Rezyklateinsatz und potenziellen Effekten auf Qualität oder Effizienz.
Das System ist als intuitiv bedienbares Dashboard konzipiert und unterstützt datenbasierte Entscheidungen entlang der gesamten Prozesskette. Die modulare Architektur ermöglicht eine einfache Integration in bestehende IT- und ERP-Systeme.

Business Case aus Anwendersicht

Kunststoffverarbeitende Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Produktion nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig wachsenden Berichtspflichten gerecht zu werden. CO2ptiMat bietet eine praxisnahe Lösung, um produktbezogene CO₂-Emissionen auf Basis von Primärdaten präzise zu erfassen und zu analysieren.
Die Plattform unterstützt:

  • eine zielgerichtete Materialauswahl, insbesondere beim Einsatz von Rezyklaten,
  • die Verknüpfung von PCF-Daten mit Produktionskennzahlen, um ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen gemeinsam zu bewerten,
  • sowie die automatisierte Berichterstattung gegenüber Kunden, Behörden und im Rahmen von ESG-Vorgaben (z. B. CSRD).

Zum Projekt

CO2ptiMat entwickelt eine digitale Lösung zur ganzheitlichen Optimierung von Materialeinsatz und Emissionsmanagement in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Ziel ist es, Unternehmen durch präzise, primärdatenbasierte Berechnungen des Product Carbon Footprint (PCF) bei der ökologischen Transformation ihrer Produktionsprozesse zu unterstützen – ohne dabei wirtschaftliche Aspekte wie Produktivität und Qualität aus dem Blick zu verlieren.
Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Es verbindet ökologische Zielgrößen wie den CO₂-Ausstoß mit ökonomischen Produktionskennzahlen, um datenbasierte Entscheidungen über den Materialmix – insbesondere den Einsatz von Rezyklaten – zu ermöglichen. Dabei werden aktuelle regulatorische Anforderungen wie die EU Plastic Tax und die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ebenso adressiert wie der Bedarf an automatisierter Berichtserstattung gegenüber Kunden, Behörden und Nachhaltigkeitsplattformen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der transparenten Integration von Recyclingmaterialien, der kontinuierlichen Überwachung von Emissionen sowie der Steigerung von Ressourceneffizienz. CO2ptiMat schafft damit die Grundlage für zirkuläre Wertschöpfungsketten in einer nachhaltigen Kunststoffindustrie.

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Ansprechpartner

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INC Invention Center
Michael Wagner