SmartLivingNEXT Generalversammlung: Meilensteine für die digitale Zukunft des Wohnens
Am 28. Januar 2025 fand die zweite Generalversammlung der SmartLivingNEXT Community im Forum Digitale Technologien in Berlin statt. Mit über 84 Konsortialpartner-Organisationen ist SmartLivingNEXT inzwischen der größte Forschungsverbund für Smart Living in Deutschland.
Dr. Klaus Glasmacher (BMWK), betonte in seiner Begrüßungsrede die Einzigartigkeit der Initiative: „Mit SmartLivingNEXT entsteht eine Plattform für den Wohngebäudebereich, die es in dieser Form noch nicht gibt – sowohl national als auch international.“ Moderiert wurde die Veranstaltung von Michael Schidlack, Konsortialleiter des SmartLivingNEXT Leitprojekts und Vertreter der Forschungsvereinigung Elektrotechnik beim ZVEI e. V.
Ein Höhepunkt der Versammlung war die Präsentation von sechs spezifischen Use Cases aus den verschiedenen SmartLivingNEXT Projekten, die konkrete Anwendungsfälle für die zukünftige Umsetzung aufzeigten.
Ein zentrales Thema war die Optimierung des Energiemanagements durch künstliche Intelligenz. Im Projekt FAME4ME wird erforscht, wie verschiedene Nutzergruppen auf individualisierte, dynamische Stromtarife reagieren – ein wichtiger Schritt, um nachhaltige Energieverbrauchsmodelle zu entwickeln. COMET präsentierte seine neu entwickelte Crowdsourcing-App, die es Nutzenden ermöglicht, Datenzugriffsrechte selbst zu verwalten und personalisierte Analysen ihres Energieverbrauchs zu erhalten.
Auch im Bereich der Pflege und Assistenzsysteme wurden bedeutende Meilensteine erreicht. BIM-4-CARE hat bereits 96 Sozialparameter dokumentiert, über 1.000 Datenpunkte gesammelt und 11 Wohnumgebungen vollständig erfasst. Diese Daten liefern wertvolle Erkenntnisse zur besseren Planung von Pflegebedarfen und barrierefreien Umbaumaßnahmen. Mit DuITeasy wurde zudem erstmals der SmartLivingNEXT Dataspace Blueprint erfolgreich implementiert. Die Anbindung verschiedener Testwohnungen an das System ermöglicht nun die Entwicklung intelligenter Assistenzdienste.
Wie technische Lösungen den Pflegealltag unterstützen können, zeigte das Projekt ExpliCareNEXT. Hier wird eine KI-gestützte Assistenzausstattung entwickelt, die Pflegekräfte entlastet, indem sie ungelernte Kräfte mit natürlichsprachlichen Anleitungen unterstützt. Die Anbindung an den SmartLivingNEXT-Datenraum ist für dieses Jahr geplant, um darauf aufbauend innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln. Auch GAiST steht kurz vor der Anbindung an den Datenraum und hat bereits Wohnungen mit Sensoren ausgestattet, um gesundheitsrelevante Informationen zu erfassen und so die Versorgung von Patienten zu verbessern.
Die zweite Generalversammlung von SmartLivingNEXT bestätigte die zentrale Rolle des Projekts als Treiber der Digitalisierung im Wohngebäudebereich. Die beeindruckenden Fortschritte der einzelnen Vorhaben verdeutlichen das Potenzial der Initiative. Damit schafft das Technologieprogramm innovative Lösungen und smarte Services, die die Zukunft des intelligenten Wohnens maßgeblich mitgestalten.
Den vollständigen Bericht der Generalversammlung sowie eine detaillierte Übersicht aller Use Cases finden Sie hier.