QC Next: Wie Software Quantencomputing in die Praxis bringt
Quantencomputer haben das Potenzial, Prozesse in verschiedensten Branchen erheblich zu beschleunigen – doch dafür braucht es passende Software. Das Innovationskonzept QC Next zeigt Perspektiven auf, wie bestehende Ansätze in einem einheitlichen Software-Stack gebündelt werden können, um so den Transfer in die Anwendung zu erleichtern.
Die Erwartungen an Quantencomputer sind hoch: Bestimmte Berechnungen sollen sich deutlich schneller durchführen lassen als mit klassischen Computern. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Industrie – branchenübergreifend und mit erheblichem Wertschöpfungspotenzial.
Doch trotz dieser vielversprechenden Perspektiven ist der Einsatz in der Praxis noch mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. So müssen Anwendungen aktuell an die spezifischen Anforderungen verschiedener Hersteller und Hardwaretechnologien angepasst werden. Außerdem lassen sich existierende Entwicklungsansätze auf den verschiedenen Softwareebenen nur schwer miteinander kombinieren. Ein systematisches Vorgehen von Entwicklerinnen und Entwicklern wird dadurch erschwert – mit der Folge, dass Unternehmen bislang nur eingeschränkt Zugang zu Quantencomputing-Anwendungen haben.
Hier setzt das Innovationskonzept QC Next an: Es wurde im Rahmen des Förderprogramms „Entwicklung digitaler Technologien“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie von einem interdisziplinären Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt und im März 2025 abgeschlossen.
Der jetzt veröffentlichte Endbericht analysiert bestehende Lösungen im Quantencomputing-Software-Stack und beleuchtet das Potenzial einer vereinheitlichenden Referenzarchitektur. Zudem liefert das Konzept Impulse für einen neuen Förderaufruf, um die Entwicklung industrieller Anwendungen weiter voranzubringen – mit dem Ziel, Unternehmen schneller vom Potenzial des Quantencomputing profitieren zu lassen.