Automatisierter bedarfsorientierter ÖPNV für Stadtrandgebiete

Demonstrator des Projekts ABSOLUT II aus dem Technologieprogramm IKT für Elektromobilität

Beschreibung des Demonstrators

Der Demonstrator zeigt den Einsatz hochautomatisierter Kleinbusse im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) speziell für Stadtrandgebiete. Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt ABSOLUT wird die automatisierte Fahrfunktion nun weiterentwickelt, indem erstmals auf einen Sicherheitsfahrer im Fahrzeug verzichtet und stattdessen eine ortsfeste technische Aufsicht (TA) aus einer Leitstelle heraus erprobt wird.

Ziel ist es, automatisierten ÖPNV mit bis zu 50 km/h in realen Umgebungen zu betreiben und die dafür notwendigen technischen, organisatorischen und rechtlichen Grundlagen zu schaffen. Der Fokus liegt dabei auf dem Betrieb unter realitätsnahen Bedingungen in suburbanen Regionen.

Business Case aus Anwendersicht

ABSOLUT II adressiert die Herausforderungen der Mobilität in Stadtrandgebieten, in denen klassischer ÖPNV oft unwirtschaftlich ist. Durch automatisierte Kleinbusse können bedarfsgerechte und zugleich wirtschaftlich betreibbare Verbindungen geschaffen werden. Der Ersatz des Sicherheitsfahrers durch eine Leitstellenaufsicht reduziert Betriebskosten und erhöht die Skalierbarkeit des Systems.

Langfristig trägt das Projekt dazu bei, den Zugang zu Mobilitätsangeboten im suburbanen Raum zu verbessern und die Attraktivität des ÖPNV zu steigern. Für Betreiber öffentlicher Verkehrsangebote ergeben sich neue Möglichkeiten zur Flächenerschließung bei gleichzeitiger Personaleinsparung.

Zum Projekt

ABSOLUT II führt die Arbeiten des Vorgängerprojekts ABSOLUT fort, in dem bereits ein technologischer Nachweis für automatisierten ÖPNV mit Geschwindigkeiten bis 50 km/h erbracht wurde. Der Fokus der aktuellen Projektphase liegt auf der Entwicklung und Erprobung einer ortsfesten technischen Aufsicht zur Überwachung des Fahrzeugbetriebs aus der Ferne.

Zentrale Fragestellungen betreffen die technische Umsetzbarkeit, rechtliche Anforderungen sowie organisatorische Abläufe für den sicheren Betrieb automatisierter Fahrzeuge ohne anwesendes Personal. Das Projekt wird seit Herbst 2023 von einem Konsortium fortgeführt, das bereits im Vorgängerprojekt die Grundlagen für autonome Mobilität im ländlich-suburbanen Raum Sachsens geschaffen hat.