Symphony

Plattform für IKT-Dienste

Symphony
Symphony

Kurzsteckbrief

Mit der Plattform Symphony soll ein digitaler Marktplatz für IKT-Dienste geschaffen werden, der sich gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wendet. Über den Online-Marktplatz können KMU künftig IKT-Dienste vergleichen, auswählen, kombinieren, buchen und verwalten. Die dazugehörigen Geschäftsvorfälle müssen dann nicht mehr mit jedem einzelnen Anbieter separat abgewickelt werden (One Face to the Customer).

Herausforderung

Unternehmen, die verschiedene IKT-Dienste mehrerer Anbieter nutzen wollen, wie virtuelle Telefonanlagen, automatische Anrufverteilung oder CRM-Systeme zur Verwaltung von Kundendaten, stehen vor einem immensen Integrationsaufwand, da diese Anwendungen zumeist isoliert angeboten werden. Interessierte Unternehmen müssen zunächst die für sie in Frage kommenden Produkte identifizieren. Dann gilt es, die vertraglichen Rahmenbedingungen und Preismodelle der Diensteanbieter zu analysieren, um neben der technischen auch die wirtschaftliche Eignung der ausgewählten IKT-Dienste zu beurteilen. Im nächsten Schritt muss überprüft werden, ob Produkte unterschiedlicher Anbieter miteinander kombiniert werden können. Dies erfordert in der Regel einen erheblichen Integrationsaufwand und die Zusammenarbeit aller beteiligten Diensteanbieter und des interessierten Unternehmens.

Ziel

Mit der Plattform Symphony soll ein digitaler Marktplatz für IKT-Dienste geschaffen werden, der es Kunden ermöglicht, Dienste individuell auszuwählen, zu kombinieren und zu verwalten, ohne dass jeder Geschäftsvorfall mit jedem einzelnen Anbieter separat abgewickelt werden muss. So kann z. B. ein Unternehmen, das eine virtuelle Telefonanlage von Anbieter A im Einsatz hat, über eine Kombinationsmatrix in Symphony von Anbieter B ein passendes CRM-System zur Verwaltung seiner Kundendaten beziehen. Beide Systeme können dann über die Symphony-Plattform zusammenarbeiten. Auch der Kundenservice, zum Beispiel die Abrechnung und das Störungsmanagement, wird gebündelt über die Plattform gelöst. Die Komplexität der Interaktion der verschiedenen Dienste wird vor dem Kunden durch die Symphony-Oberfläche verborgen.

Technologien und Herausforderungen

IKT-Dienste – insbesondere von unterschiedlichen Anbietern – präsentieren sich gegenwärtig stark heterogen: Die Lösungen bieten in der Regel keine miteinander kompatiblen Schnittstellen an. Auf der Symphony-Plattform muss dieses Problem gelöst werden, um die Kombinationsfähigkeit unterschiedlicher Dienste zu gewährleisten. Symphony stellt IKT-Diensteanbietern zu diesem Zweck eine uniforme ontologiebasierte Dienstbeschreibungssprache zur Verfügung. Diese ermöglicht eine maschinelle Analyse konkreter Kombinationseigenschaften von verschiedenen Diensten unterschiedlicher Anbieter. In der Symphony-Plattformarchitektur wird die Kombination von Diensten durch Adapter sichergestellt, die Schnittstellen der unterschiedlichen Dienste integrieren. Ziel ist es, das Spektrum der zu integrierenden IKT-Dienste möglichst breit aufzustellen, so dass die Basis für ein IKT-Ökosystem ohne einzelne beherrschende Anbieter geschaffen wird.

Anwendungsszenarien

Die Plattform Symphony wird speziell für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt und soll zukünftig IKT- Dienste für KMU zentral bündeln. Symphony ermöglicht die Kombination unterschiedlicher Dienste ohne individuellen Entwicklungsaufwand zu einem Gesamtsystem. Darüber hinaus können auf Symphony vorhandene Dienste nach ihren Merkmalen und Preisen verglichen werden. Klassische Dienste verschiedener Anbieter im Telefonieumfeld, wie etwa die automatische Verteilung von Anrufen oder virtuelle Telefonanlagen, können in Symphony zu einem Gesamtsystem konfiguriert werden – je nach Anforderungen kann der Kunde so aus einem Pool verfügbarer Dienste, die für seinen Anwendungsfall besten heraussuchen und individuell zusammenstellen.

Die technische Basis ermöglicht außerdem die Integration und Kombination weiterer IP-basierter Dienste, die nicht aus dem klassischen Telefonieumfeld stammen, sondern erst durch modernen IT-Betrieb entstanden sind. So sollen in Zukunft Dienste in Symphony verfügbar sein, die den direkten Zugriff auf Kundendaten in einem CRM-System realisieren. Anrufe können so z.B. zielgerichtet dem jeweils verant- wortlichen Mitarbeiter zugeordnet werden, der auch direkt eine Übersicht aller relevanten Daten zum Kunden angezeigt bekommt.

Konsortialpartner

paluno – The Ruhr Institute for Software-Technology, Universität Duisburg-Essen (Konsortialführer); adesso AG, IN-telegence GmbH; Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN); Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM e.V.)

Ansprechpartner

paluno

Marc Hesenius

Hompage: Symphony