SWARM

Technologieprogramm Smart Service Welt II

Software Reference Architecture for OpenBIM Services

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© SWARM-Konsortium unter Leitung von PB 4.0
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Kurzbeschreibung

Das Projekt SWARM will eine durchgängig digitale Projektbearbeitung bei Planung, Ausführung und Betrieb von Bauwerken ermöglichen. Hierzu wird im Projekt eine offene Plattform zur einfachen Vernetzung von unterschiedlichen Anwendungen, Diensten und Inhalten in diesem Umfeld entwickelt. Davon profitieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in der Branche, da für sie die Kombination bereits bestehender IT-Lösungen sowie die Auswahl neuer Produkte erleichtert wird. Mithilfe von SWARM können organisationsübergreifende, digitale Arbeitsprozesse in Projekten mit geringerem Aufwand realisiert werden.

Im Interview erklärt Dr. Jan Tulke, Projektleiter und Geschäftsführer von planen-bauen 4.0, was an SWARM so revolutionär ist und welche Hürden es gibt.

Warum braucht die Bauwirtschaft SWARM?

Die Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken erfolgt zunehmend anhand von digitalen Modellen, dem sogenannten Building Information Modeling (BIM). Damit die dabei eingesetzten Anwendungen, Dienste und Inhalte miteinander harmonieren, müssen Nutzer ständig überlegen: Welche Qualitätsmerkmale sind beim Kauf neuer IT-Produkte relevant? Mit welchem Programm kann ich welche Datei verarbeiten? Welche IT-Produkte sind kompatibel? Die SWARM-Plattform bietet diesen Nutzern einen Marktüberblick und informiert sie über Standards und Zertifizierungsverfahren. Zudem unterstützt die Plattform anwendungsfallbezogen die Kombination verschiedener Softwareprodukte unterschiedlicher Hersteller. Damit soll der Einstieg in BIM – egal ob im Planungsbüro, auf der Baustelle oder im Betrieb – vereinfacht und somit auch für Nicht- Experten ermöglicht werden.

Welche konkreten Vorteile hat die Plattform gegenüber bestehenden Lösungen?

Aktuell hängt der Erfolg der BIM-Nutzung oft stark vom Know-How der Anwender ab. Das bedeutet für Unternehmen, dass sie entweder entsprechende Experten anwerben oder stark in die Weiterbildung investieren müssen. Gerade kleinen und mittleren Unternehmen fehlen dafür die Ressourcen. Hier setzt SWARM an: Mit einem zentralen Login können Nutzer sich sowohl für die Plattform, als auch für alle beteiligten IT-Produkten unterschiedlicher Hersteller einfach identifizieren. So kann jeder Projektpartner mit seinen gewohnten IT-Produkten weiterarbeiten, anstatt für jedes Projekt neue erwerben zu müssen. Indem wir unsere Plattform ausschließlich auf deutschen Servern betreiben, können wir dabei die Rechts- und Datensicherheit gewährleisten.

Was sind die größten Hürden auf dem Weg zur fertigen SWARM-Plattform?

Entscheidende Knackpunkte sind die Etablierung des zentralen Logins sowie die Einbindung und der Ausbau existierender Zertifizierungsverfahren, um ein reibungsloses Zusammenspiel der IT-Produkte sicherzustellen. Aufgrund der unterschiedlichen und bisher nicht standardisierten Herangehensweisen bei der Nutzung von BIM muss die Plattform zudem ein Höchstmaß an Flexibilität bereitstellen. Für eine breite Akzeptanz müssen wir zudem von Beginn an IT-Anbieter und -Anwender einbinden.

Konsortialpartner

planen-bauen 4.0 mbH (Konsortialführer), adesso AG, Ruhr-Universität Bochum, RIB Information Technologies AG, think project! GmbH, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., eTASK Immobilien Software GmbH

Ansprechpartner

planen-bauen 4.0 Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH


Dr. Jan Tulke

© Dirk Werner
Dr. Jan Tulke

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