ForeSightNEXT

Das Leitprojekt des Förderprogramms SmartLivingNEXT

Kurzbeschreibung
ForeSightNEXT übernimmt als Leitprojekt im Förderaufruf SmartLivingNEXT eine zentrale Rolle als Anbieter des SmartLivingNEXT Dataspace, der SmartLivingNEXT Toolbox und des SmartLivingNEXT Ökosystems. Die im Leitprojekt entwickelten Angebote zum Datenaustausch werden in zwei Use Cases hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit getestet. Zudem unterstützt das Leitprojekt die weiteren Anwendungsprojekte des Förderaufrufs aus den Bereichen Pflege und Energie dabei, ihre intelligenten Services umzusetzen und dabei vom Datenraum und dem souveränen Austausch von Daten aus Wohn- und Lebensumgebungen zu profitieren. Der Projektauftrag umfasst zudem die Etablierung eines nachhaltiges Smart Living-Ökosystems nach Projektende. Dieses soll über eine geeignete Governance-Struktur und ein Geschäftsmodell für den Betrieb des Datenraums verfügen und sich eigenständig finanzieren.

Herausforderung und Innovation

In vielen Gebäude ist smarte Technik bereits integriert, aber die Geräte „verstehen“ sich oft nicht, weil sie von unterschiedlichen Herstellern stammen. Jedes System arbeitet für sich, sodass Daten nicht richtig genutzt werden. Dies erschwert es, Gebäude effizienter, sicherer oder nachhaltiger zu machen. Besonders für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz fehlen einheitliche Daten, um kluge Entscheidungen zu treffen. Kurz gesagt: Es gibt viele Daten, doch diese sind verstreut und nicht sinnvoll verbunden – das bremst die Digitalisierung von Gebäuden aus. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, fortschrittlicher Technologien und datenbasierter Lösungen sollen Prozesse in Gebäuden optimiert werden, um die Effizienz und Sicherheit zu steigern.

Allerdings handelt es sich bei diesen Daten meist um persönliche Daten aus dem privaten Wohnumfeld, oder um sensible Daten der Unternehmen, die im Gebäudeumfeld Daten erheben, etwa von Pflege-, Energie- oder Gebäudetechnikanbietern. Sowohl Bewohnerinnen und Bewohner als auch Unternehmen brauchen daher souveräne Datenaustauschdienste, die es ihnen ermöglichen, zu entscheiden welche Daten sie zu welchem Zwecke welchem Diensteanbieter zur Verfügung stellen.

Zentrale Herausforderung ist die Integration unterschiedlicher Systeme für eine ressourcenschonende, vernetzte Nutzung bei gleichzeitiger Wahrung des Datenschutzes und der Datensouveränität, sei es aus Sicht von Mietenden oder von Unternehmen.

Anwendung und Nutzen von ForeSightNEXT

ForeSightNEXT hat das Ziel, eine digitale Plattform zu schaffen, die Entwicklern und Entwicklerinnen sowie Anbietern von Smart Living-Lösungen den einheitlichen Zugang zu gebäuderelevanten Daten ermöglicht. Durch standardisierte Schnittstellen können diese Daten effizient genutzt und mithilfe Künstlicher Intelligenz verarbeitet werden. So wird die Grundlage für vollvernetzte Gebäude geschaffen. ForeSightNEXT stellt die notwendigen Tools und einen Datenraum für den Datenaustausch zur Verfügung, um Innovationen praxisnah zu erproben und nachhaltige Datenwertschöpfung zu ermöglichen. Die Interoperabilität wird über das SENSE Web of Things (WoT) sichergestellt. Dieses digitale Wörterbuch definiert Begriffe und deren Verbindungen in Smart-Living-Bereichen wie Beleuchtung, Klimatisierung oder Sicherheitssystemen. Dadurch können Smart Living-Services die spezifischen Funktionen und Anforderungen dieser Bereiche verstehen und reibungslos miteinander interagieren. Somit ermöglicht ForeSightNEXT den sicheren, souveränen und effizienten Austausch von Smart Living-Daten und unterstützt so nicht nur den Wohnungsmarkt, sondern auch Mietende, Dienstleister und Softwareanbieter mit mehr Transparenz, mehr Kontrolle und neuen Serviceangeboten.

Vorteile von ForeSightNEXT

Ohne ForeSightNEXTMit ForeSightNEXT
Durch herstellerspezifische Smart Living-Systeme ist kein einheitlicher Zugang zu relevanten Gebäudedaten möglich, die Daten bleiben verstreut.Durch die Anbindung an den SmartLivingNEXT Dataspace wird ein einheitlicher Zugriffpunkt für alle im Wohnumfeld erhobenen Daten geschaffen.
Aufwendige Anpassungen sind notwendig, um die Übertragung von Daten und Diensten zwischen Gebäuden und Wohnungen zu gewährleisten.Semantische Standards werden so gestaltet, dass Daten herstellerübergreifend geteilt und in smarten Diensten genutzt werden können.
Probleme bei der Privatsphäre und anderen Schutzrechten durch den Upload der Gebäudedaten in Clouds nicht-europäische Anbieter.Datenschutz und Datensouveränität sind durch den förderierten Datenraum gewährleistet.
Stagnierende Innovation, Fragmentierung der Branche und schwieriger Zugang zu anderen Akteuren der Smart Living Community.Organisation einer europäischen Community, die die Zukunft der Smart Living-Technologie voranbringt

Projektpartner

Materna Information & Communications SE, dfki ai, Ludwig-Maximilians-Universität München, C&S Computer und Software GmbH, wowiconsult GmbH, GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH, Stadtwerke Saarbrücken

Konsortialführer

ZVEI e.V.