ForeSight - Plattform für kontextsensitive, intelligente und vorausschauende Smart Living Services

Mit KI zum Ökosystem Smart Living

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© Projekt FORESIGHT
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Im Projekt ForeSight entsteht eine Plattform für intelligente und vorausschauende Smart-Living-Services. Sie bringt die Wohnungswirtschaft, Technologieanbieter für Gebäude, Verbände und Wissenschaft zusammen, um erstmals gemeinsam KI-Methoden für das Wohnumfeld zu erproben und den wirtschaftlichen Betrieb innovativer Smart-Living-Anwendungen sicherzustellen. So soll das Leben der Menschen im Alltag und Zuhause sicherer, energieeffizienter und komfortabler werden.

Marktperspektive und Produktversprechen

Über die ForeSight-Plattform können Wohnungsanbieter KI-basierte Anwendungen betreiben und beziehen, die insbesondere den steigenden Bedarf an digitalen Assistenzdiensten und die Optimierung von Energieeffizienz im Wohnumfeld adressieren. Die Plattform wird von den beteiligten Industriepartnern getragen. Durch die Rolle als „First Mover“ in diesem Volumenmarkt setzt sie damit technologische Standards und steigert die Attraktivität für weitere Unternehmen und Initiativen aus der Smart-Living-Branche.

Konsortium

Aareon Deutschland GmbH, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, dormakaba International Holding GmbH, easierLife GmbH, Fachhochschule Dortmund, Forschungsverein Elektrotechnik beim ZVEI e.V., Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg GmbH, Insta GmbH, IoT CONNCTD GmbH, ixto GmbH, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, KEO GmbH, Power plus Communications AG, Robert Bosch GmbH, Strategion GmbH

Herausforderung und Innovation

Der Einsatz von Smart-Living-Anwendungen findet genauso wie ihre Entwicklung bisher noch sehr vereinzelt und oft isoliert voneinander statt: Manche Haushalte verfügen über ein elektronisches, an das Smartphone gekoppeltes Haustürschloss, andere nutzen eine aus der Ferne steuerbare Heizung oder automatische Fensteröffnungssysteme. Diese Einzellösungen sind oft nicht miteinander kombinierbar und werden häufig eher aus Technikbegeisterung als aus Effizienzgründen eingesetzt. Durch die fehlende Kommunikation der Anwendungen untereinander bleibt großes Potenzial zum Beispiel beim Energiesparen oder beim wirtschaftlichen Betrieb einer digitalen Immobilie ungenutzt. Hier setzt das ForeSight-Konzept mit einer aufeinander abgestimmten und vorausschauenden Koordination mithilfe von KI an. ForeSight bietet für die vielfältigen KI-Methoden im Bereich Smart Living eine gemeinsame Lösung, die besonders auch ethische, rechtliche und soziale Anforderungen berücksichtigt.

Lösungsansatz

Im Zentrum von ForeSight steht eine im Projekt zu realisierende offene IT-Plattform, auf der die Projektpartner gemeinsam innovative KI-basierte Anwendungen für das Wohnumfeld entwickeln. Dabei ist die Plattform zum einen als Methodenplattform konzipiert. Auf ihr soll erprobt werden, welche KI-Methoden sich am besten für die Aufbereitung von Daten aus Smart-Living-Komponenten und -Geräten in verschiedenen Szenarien eignen und welche Arbeitsschritte für ihre Implementierung notwendig sind. Zum anderen sollen aus diesen Ergebnissen beispielhafte KI-basierte Anwendungen für Smart Living abgeleitet werden und neue Geschäftsmodelle für Wohnungswirtschaft und Technologieanbieter entstehen. So können vollkommen neue, KI-basierte Smart-Living-Anwendungen entstehen. Die Methoden und Services stehen den Projektbeteiligten zur Erprobung in eigenen Anwendungsfällen und zur Entwicklung individueller KI-basierter Produkte zur Verfügung, etwa für Gebäudetechnik, Assistenz oder Energieeffizienz. Die Anwendungen werden stufenweise getestet: sowohl in Laborumgebungen als auch in bewohnten Musterwohnungen in Berlin.

Use-Cases

Die KI-Methoden- und Anwendungen, die im Rahmen von ForeSight entstehen, werden innerhalb des Projekts anhand beispielhafter Use Cases erprobt. Dazu gehören:

Intelligenter Gebäudepförtner

Ein intelligenter Gebäudepförtner soll mithilfe neuer KI-Methoden den Zugang zu Gebäuden steuern. Sogenannte Thinking Objects wie elektronische Türschlösser nutzen dazu KI-Algorithmen zur Auswertung aller zur Verfügung stehenden Datenquellen (z.B. Gesichtserkennung, Bewegungsmelder, smarte Beleuchtung oder Spracherkennung), um kontextabhängig Zutritt zu gewähren oder zu verweigern und ggf. zu überwachen. Über diese Funktionalität können Mieterwechsel in Boarding Houses, Lieferungen oder auch der Zugang für Gebäudedienstleister erleichtert werden.

Smartes Energiemanagement

Durch neue KI-Methoden für Smart Living können Daten zum Energieverbrauch und -bedarf, Stromkosten sowie zum Nutzungsverhalten der Bewohner zueinander in Bezug gesetzt werden. Die KI generiert beispielsweise Prognosen anhand gelernter Verhaltensmuster von Bewohnern oder Wetterdaten und integriert diese in die Gebäudesteuerung. Strom kann unter Berücksichtigung der durch KI-Methoden ermittelten Verhaltensmuster (z.B. Ladezeiten von E-Autos, Einsatz von Haushaltsgeräten usw.) mit variablen Tarifen optimal bezogen werden. Der Energieverbrauch und Energiebezug in der Wohnung, im Mehrfamilienhaus oder im Wohnquartier wird so dauerhaft bedarfsgerechter optimiert.

Ohne ForeSightMit ForeSight
Das Potenzial von künstlicher Intelligenz für Smart-Living-Anwendungen wird bisher noch nicht gezielt genutzt. ForeSight schafft eine Plattform, um erstmals als Konsortium in einem breiten Netzwerk mit Partnern KI-Methoden für das gesamte Wohnumfeld zu erproben.
KI ist häufig auf spezifische Funktionalitäten einzelner Smart-Home-Produkte beschränkt.In ForeSight werden gewerkeübergreifende KI-basierte Anwendungen für den ganzen Smart-Living-Bereich entwickelt.
Smart-Living-Anwendungen verschiedener Anbieter sind aufgrund mangelnder Schnittstellen und uneinheitlicher Standards häufig nicht integrierbar. Einzelne Bereiche wie Smart Home, Smart Mobility, Smart City werden nicht gezielt zu einem intelligent steuerbaren Ökosystem Smart Living verknüpft. Das macht ihren Betrieb aufwendig und teuer.ForeSight setzt darauf, anbieter- und bereichsübergreifende Schnittstellen und Standards zu entwickeln. So arbeitet ForeSight daran, unterschiedliche Smart Living-Anwendungen in ein sicheres und steuerbares Gesamtsystem zu integrieren. Über ein Smart Meter Gateway erhält das System lokale Vorgaben aus dem Netz und regelt intelligent mit Hilfe von Services der KI, um eine hohe Energieeffizienz zu erreichen. Der wirtschaftliche Betrieb steht im Fokus.
Die überwiegend mittelständischen Unternehmen im Smart-Living-Umfeld wie Handwerksbetriebe haben oft nur wenig Know-how rund um neue Entwicklungen und Anwendungsfelder.ForeSight ermöglicht es, die übergreifenden Lösungen in realen Installationen zu erproben.


Ansprechpartner

ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.

Anke Hüneburg