Meldung
27.10.2025

Sustainable Digital Technologies – Deutsch-Britischer Austausch bei der internationalen Roadshow des Forum Digitale Technologien 2025

London/Birmingham – Digitale Innovationen in der Kreislaufwirtschaft 

Vom 15. bis 18. September 2025 besuchte eine Delegation aus Förderprojekten, Forum, Referat, Begleitforschung und Projektträger Innovationsstandorte in London und Birmingham, um mit britischen Partnern in den Austausch zu digitalen Technologien für die ökologische Transformation zu treten und Entwicklungen voranzutreiben. Im Fokus standen Lösungen für die Kreislaufwirtschaft wie digitale Produktpässe, datenbasierte Materialflüsse und KI-gestützte Sortiersysteme.

Internationale Roadshow UK
© DFKI
Internationale Roadshow UK

Mit dabei waren sechs vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekte – BeverGreen, CliCE-DiPP, DiCES, fashionsort.ai, NaiS und PASSAT. Die Projektbotschafterinnen und Botschafter nutzten die Roadshow, um ihre Projektergebnisse und Transfervorhaben international sichtbar zu machen, neue Kooperationsansätze mit britischen Partnern zu entwickeln und sich über marktrelevante Rahmenbedingungen sowie gemeinsame Innovationspfade auszutauschen. 

 

Tag 1: Nachhaltige Geschäftsmodelle und digitale Technologien in London 

Der erste Tag begann im Londoner Innovationshub Sustainable Ventures, das sich auf klimarelevante Geschäftsmodelle spezialisiert hat. Neben einem Überblick über die strategischen Ziele der britischen Circular-Economy-Politik standen interkulturelle Aspekte bilateraler Kooperationen, die Rolle digitaler Technologien für nachhaltige Lieferketten sowie aktuelle Entwicklungen in der deutschen und britischen GreenTech-Förderung im Fokus. 

Im anschließenden Networking ergaben sich erste gemeinsame Innovationsfelder – insbesondere bei digitalem Materialtracking, der Effizienzsteigerung im Recycling und der datengestützten Energienutzung. 

„Joining the roadshow opened up many new contacts to exceptional and interesting experts in the field of sustainability. It provided insights into the diverse innovation landscape of the UK […] Thank you for this valuable opportunity!“ 
Philipp Schlunder, daibe 

 

Tag 2: Kreislauflösungen, digitale Produktpässe und Datenräume 

Am Vormittag besuchte die Delegation das Reallabor „The Loop“ im Osten Londons. Im Zentrum standen urbane Anwendungen der Kreislaufwirtschaft und der Aufbau im Zuge eines urban redevelopment Ökosystems: biobasierte Materialien, Wiederverwendungskonzepte und digitale Tools für ressourcenschonende Bau- und Stoffkreisläufe. 

In den Diskussionen wurde deutlich, dass erfolgreiche Circular-Economy-Projekte nicht nur auf technischer, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene verankert sein müssen. Demonstratoren, sichtbare Erfolgsbeispiele, Quartierspartnerschaften und lokale Netzwerke spielen hierbei eine zentrale Rolle. 

Am Nachmittag stand für die Delegation der Besuch des Imperial College London (White City Campus) auf dem Programm. Hier drehte sich alles um digitale Produktpässe und standardisierte Schnittstellen für Material- und CO₂-Tracking entlang von Lieferketten. 

In kurzen Präsentationen zeigten Projekte aus Deutschland und Großbritannien wechselseitig, wie digitale Datenräume und offene Standards ineinandergreifen können, um transparente und vertrauenswürdige Kreislaufsysteme zu schaffen. 

„Many thanks for the deep discussions – especially around digital product passports, standards and trust. Great to see so much interest from both industry and academia.“ 
Daniel Büttner, HTW Berlin 

 

Tag 3: Marktorientierte Lösungen auf der ESS Expo in Birmingham 

Der dritte Tag führte die Delegation zur Environmental Services & Solutions Expo (ESS) ins Messezentrum Birmingham NEC – eine der führenden Fachmessen für Umwelttechnologien in Großbritannien. Der Besuch ermöglichte einen breiten Überblick über aktuelle Markttrends in den Bereichen Abfallwirtschaft, Recycling-Infrastruktur, erneuerbare Energien und digitale Monitoring-Systeme. 

Im direkten Austausch mit britischen Unternehmen und Institutionen wurde deutlich, dass digitale Technologien zunehmend Voraussetzung sind, um wirtschaftliche Kreislaufansätze skalierbar und tragfähig zu machen – insbesondere durch datenbasierte KI-Anwendungen über Sektorengrenzen hinweg. 

 

Tag 4: Forschungstransfer und regionale Kooperation 

Zum Abschluss der Reise besuchte die Gruppe den Edgbaston Campus der University of Birmingham, wo sich der Fokus auf Forschung, Technologietransfer und regionale Innovationsnetzwerke richtete. 

In Vorträgen und einer offenen Pitch-Session wurden aktuelle Aktivitäten aus der britischen GreenTech- und Innovationslandschaft vorgestellt – mit Schwerpunkten zu industriellen Anwendungen, nachhaltiger Fertigung und regionalspezifischen Transferstrukturen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen gemeinsame Pilotierungen von Projektergebnissen sowie die Vernetzung über konkrete Anwendungsfälle. 

„What a brilliant event with such talented people and promising start-ups. Plus, lots to be learned from how funding schemes are set up and monitored in both of our countries.“ 
Sandra Starke, CPI & HVM Catapult 

 

Fazit und Ausblick 

Die internationale Roadshow 2025 hat gezeigt: Digitale Technologien sind ein entscheidender Hebel für die Umsetzung zirkulärer Wertschöpfungssysteme. Der bilaterale Austausch verdeutlichte komplementäre Stärken auf beiden Seiten. Besonders in den Themenfeldern digitale Produktpässe, Automatisierung und Circular-Economy-Ansätze ergaben sich zahlreiche konkrete Anknüpfungspunkte für weiterführende Kooperationen. 

Die Fortsetzung des Dialogs ist bereits geplant: Am 5. November 2025 findet ein erster Gegenbesuch des Imperial College London, im Rahmen einer Fachveranstaltung zu „Particle Pollution and Human Health“, im Forum Digitale Technologien statt. 

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