Meldung
21.11.2025

EuProGigant: Souveräne Datenräume für eine resilientere Produktion

EuProGigant zeigt, wie Unternehmen Daten souverän teilen und so ihre Wertschöpfung stärken können. Das österreichisch-deutsche Projekt demonstriert erstmals in großem Maßstab, wie sich Gaia-X-Prinzipien praxisnah in der Industrie anwenden lassen – und welchen Nutzen dies für Maschinenbau und Fertigung bringt.

EuProGigant Multicloud-Plattform-Ökosystem
Kern des Projekts: ein standortübergreifendes, digital vernetztes Produktionsökosystem
© EuProGigant 2024
EuProGigant Multicloud-Plattform-Ökosystem

Wie lässt sich Produktion so vernetzen, dass Unternehmen flexibel auf Störungen reagieren, Know-how teilen und ihre Prozesse stabiler gestalten können? Und wie kann ein digitales Ökosystem aussehen, das sowohl Offenheit als auch Datensouveränität garantiert? EuProGigant liefert darauf konkrete Antworten. 

Ein Blick ins Ökosystem
Kern des Projekts ist ein Datenökosystem, das sich nahtlos in bestehende IT- und Produktionslandschaften einfügt – von IoT- und MES-Systemen bis zur Feldebene. Mehrere Demonstratoren zeigen, wie sich dezentrale Datenräume praktisch nutzen lassen, etwa für die Analyse von Produktionsdaten, den Austausch von Qualitätsinformationen oder die Optimierung komplexer Fertigungsprozesse. Edge-Komponenten übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Sie ermöglichen schnelle Reaktionszeiten und gewährleisten einen sicheren Austausch mit dem übergeordneten Datenökosystem.

Mehr als nur Demonstratoren
Die im Projekt gesammelten Erkenntnisse flossen kontinuierlich in die Gaia-X-Community ein und wurden dort weiterentwickelt. So entstanden Ansätze, die heute bereits in anderen Initiativen zum Einsatz kommen – darunter Pontus-X. Darüber hinaus hat EuProGigant neue technische Konzepte erprobt, etwa ein Resilienzmodell für vernetzte Produktion, die Integration der Asset Administration Shell oder Methoden des föderalen Lernens. 

Besonders für kleine und mittlere Unternehmen eröffnet der Ansatz große Chancen: Datenpakete und Softwaredienste aus der Wertschöpfungskette lassen sich einfach nutzen, Expertenwissen kann gezielt geteilt werden, und Hemmnisse für Kooperationen sinken deutlich. Damit weist EuProGigant Wege, wie die europäische Industrie effizienter, widerstandsfähiger und nachhaltiger werden kann. 

Nach Projektende wird die Arbeit fortgeführt. Mehrere Partner planen, Ergebnisse aus den Demonstratoren direkt in ihre Produkte und Lösungen zu überführen. Zugleich arbeiten die Netzwerkpartner daran, das geschaffene Ökosystem langfristig zu verstetigen und einen künftigen kommerziellen Betrieb vorzubereiten. Erste Transferprojekte laufen bereits – darunter das einjährige Forschungsprojekt LeOniDaS, das zentrale Elemente von EuProGigant weiterentwickelt.

Weiterführende Informationen

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