Meldung
28.10.2025

Deutsch-französische KI-Kooperation stärkt Europas technologische Souveränität

Gemeinsam für Europas digitale Zukunft: Fünf deutsch-französische Forschungsprojekte zeigen, wie KI unsere Welt krisenfester, nachhaltiger und innovativer machen kann. Ob smarte Robotik, Epidemiefrüherkennung oder klimafreundliche Sanierung – die Projekte stehen für starke Zusammenarbeit, praxisnahe Lösungen und die technologische Zukunft Europas.

Gruppenbild in der französichen Botschaft
Abschlussveranstaltung des Projekts GreenBotAI bei der deutschen Botschaft in Paris
© Deutsche Botschaft in Frankreich / Nathalie Stauffer

Fünf deutsch-französische Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie wirkungsvoll grenzüberschreitende Zusammenarbeit Innovation und Resilienz in Europa stärkt. Mit insgesamt rund 17 Millionen Euro förderten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und das französische Ministerium für Wirtschaft und digitale Souveränität gemeinsame Projekte, die KI-Lösungen für gesellschaftliche und industrielle Herausforderungen entwickeln – von nachhaltiger Produktion über Gesundheitsschutz bis hin zu klimafreundlicher Mobilität.

Fünf Projekte, vielfältige Lösungen
Die 2022 gestarteten Projekte veranschaulichen die thematische Vielfalt der Kooperation: AIOLOS erforschte KI-Modelle zur Früherkennung von Epidemien, CONTRAILS kombinierte physikalische Modelle und KI, um die Klimawirkung von Kondensstreifen besser zu verstehen, RenovAIte entwickelte KI-gestützte Werkzeuge zur Effizienzsteigerung bei der Gebäudesanierung, GreenBotAI und GANResilRob arbeiteten an intelligenten, ressourcenschonenden Robotiklösungen für flexible Produktionsumgebungen. Einen schnellen Überblick über zentrale Erkenntnisse und Zukunftsperspektiven liefern kompakte Ergebnisprofile des DLR Projektträgers.

Politischer Rahmen, Blick nach vorn
Die Kooperation geht auf den Aachener Vertrag von 2019 zurück, in dem Deutschland und Frankreich eine enge Zusammenarbeit bei Zukunftstechnologien vereinbart hatten. Sie steht exemplarisch für die gemeinsame Strategie beider Länder, Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, technologische Souveränität auszubauen und Krisenfestigkeit zu erhöhen.

Auch künftig bleibt KI ein zentrales Handlungsfeld der bilateralen Zusammenarbeit. Die im August 2025 verabschiedete Deutsch-Französische Wirtschaftsagenda unterstreicht diesen Anspruch: Sie setzt auf abgestimmte Initiativen in Bereichen wie digitale Souveränität, Spitzentechnologien und industrielle Wettbewerbsfähigkeit – ebenso wie die erfolgreich abgeschlossenen KI-Projekte, die gemeinsame Innovation für ein starkes Europa ermöglichen.