Meldung
31.01.2025

Neuer Förderaufruf: digitale Technologien für die Kreislaufwirtschaft

Gesucht werden erneut innovative Projekte, die mit digitalen Technologien die Kreislaufwirtschaft vorantreiben und in die Praxis überführen. Zwei Akteurinnen aus der laufenden GreenTech-Förderung äußern sich zum Start der neuen Förderrunde.

Coverbild Green Tech
© Adobe Stock / weerapat1003
GreenTech Innovationswettbewerb – Digitale Technologien als Hebel für die Kreislaufwirtschaft

Im Zentrum des neuen Förderaufrufs stehen Verbundprojekte aus Wirtschaft und Wissenschaft, insbesondere im Mittelstand und aus dem Ideenreservoir von Start-ups. Offen ist der Wettbewerb jedoch für alle Branchen und digitalen Technologien. Mit Blick auf die Ziele geht es um die Entwicklung und Erprobung neuer digitaler Technologien, z. B. KI-Systeme, digitale Zwillinge, Datenplattformen oder digitale Produktpässe.

Gefördert werden überdies Ansätze, die den primären Rohstoffverbrauch senken und Produktlebenszyklen verlängern. Dr. Stefanie Kunkel vom RIFS am GFZ Helmholtz-Zentrum Potsdam führt hierzu aus:

„Erkenntnisse darüber, wie die Kreislaufwirtschaft gelingen kann und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt, sind unter anderem für die Reduktion von Ressourcenverbräuchen und Abfallaufkommen zentral. Ein wichtiges Forschungsfeld in der Kreislaufwirtschaft sind unter anderem die rebound-vermeidende Gestaltung der Kreislaufwirtschaft: Höhere Effizienz führt häufig zu höherer Nachfrage (Reboundeffekt), was dem Ressourcensparen entgegenwirkt. Hier müssen wir zum Beispiel mit Suffizienz-Anreizen in der Kreislaufwirtschaft entgegenwirken, also auch gezielt die Frage beantworten: Wie viel ist genug?"

Unterstützt werden zudem Projekte, die geschlossene Stoff- und Informationskreisläufe ermöglichen. Die Fördersumme beträgt – vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel – insgesamt bis zu 20 Millionen Euro.

Einreichungsfrist für Projektskizzen ist der 24. März 2025, 12:00 Uhr. Danach erfolgt die Auswahl der Projekte wettbewerblich in einem mehrstufigen Verfahren.

Der Förderaufruf bietet Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Chance, digitale Innovationen als Treiber für nachhaltiges Wirtschaften zu entwickeln und die Zukunft „Made in Germany“ zu gestalten. Auch Dr. Elena Aminova aus der Begleitforschung des GreenTech Innovationswettbewerbs unterstreicht anlässlich der Veröffentlichung des neuen Förderaufrufs diese Perspektive:

„Als Begleitforschung des ersten Förderaufrufs „GreenTech Innovationswettbewerb“ freuen wir uns natürlich besonders, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz weiterhin intensiv die GreenTech-Technologien unterstützt. In diese volatilen Zeiten ist das ein Zeichen, dass nachhaltige digitale Lösungen für die Kreislaufwirtschaft wichtig sind, dass sie als Hebel genutzt werden können, um den Weg hin zur nachhaltigen Transformation von Unternehmen und Prozessen zu ermöglichen. Dieser Förderaufruf setzt somit einen starken Impuls für den Aufbau einer realen Kreislaufwirtschaft in Deutschland.“

Weiterführende Informationen finden Sie hier.