ViSCA - Erfassung und Analyse von Lieferketten

Ein Demonstrator des Projekts „ResKriVer“ zur kollaborativen, sicheren Erfassung und Analyse von Lieferketten und deren Störungen

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© Projekt ResKriVer
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Beschreibung des Demonstrators

Der ViSCA-Demonstrator dient der visuellen, kartenbasierten Erfassung von Lieferketten sowie der Analyse von Auswirkungen durch Disruptionen – also Ereignissen, die die Lieferkette negativ beeinflussen. Disruptionen werden dabei in finanzielle, geopolitische, technische sowie in Naturkatastrophen und menschliches Versagen unterteilt.
Der Demonstrator ist als Webanwendung realisiert und wird über einen Server bei FhG FOKUS bereitgestellt. Er besteht aus zwei Fenstern: einem kartenbasierten Erfassungsfenster und einem eingebetteten, graphbasierten Analysefenster.

Im Erfassungsfenster lassen sich verschiedene „Points of Interest“ (POIs) definieren, darunter Produktions- und Abnahmeorte, Häfen, Flughäfen, Güterbahnhöfe, Brücken, Kanäle oder Grenzkontrollpunkte. Diese POIs können durch unterschiedliche Transportwegtypen (Straße, Schiene, See, Luft) miteinander verbunden werden. Disruptionen können sowohl an POIs als auch auf den Transportwegen auftreten und vom Nutzer eingetragen werden.

Business Case aus Anwendersicht

Im Analysefenster werden die Abhängigkeiten innerhalb der Lieferkette als gerichteter, azyklischer Graph dargestellt. Jeder Knoten im Graphen ist mit einem prozentualen Wert für reliability (Verlässlichkeit) und availability (Verfügbarkeit) versehen. Diese Werte zeigen, wie zuverlässig ein POI seine Funktion erfüllt und wie wahrscheinlich die Weitergabe von Gütern ist – basierend auf vorausgehenden Knoten und potenziellen Disruptionen.
Disruptionen werden mit Icons in Ampelfarben (Grün bis Rot) visualisiert, die die Eintrittswahrscheinlichkeit anzeigen. Auch die Auswirkungen auf nachgelagerte Knoten sowie die Kritikalität eines Knotens innerhalb der gesamten Lieferkette werden farblich hervorgehoben. Dies ermöglicht Unternehmen eine fundierte Risikoabschätzung und erleichtert das frühzeitige Erkennen von Engpässen – ohne aufwendige manuelle Analysen

Zum Projekt

Das ResKriVer-Konsortium entwickelt eine wissensbasierte Plattform für resiliente Versorgungsnetze. Gesammelte oder generierte krisenrelevante Informationen sollen mit Hilfe von Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) die Auswirkungen von Engpässen in den Versorgungsketten von Unternehmen und öffentlichen Bedarfsträgern im Krisenfall prognostizieren.

ViSCA
ViSCA Demonstrator
© ViSCA
ViSCA

Ansprechpartner

Fraunhofer-Institut FOKUS

Dr. Thomas Hoppe

01.06.21 - 31.05.24