Meldung
29.11.2022

Smarte Datenwirtschaft: PLASS stellt Ergebnisse vor

Durch Digitalisierung und Globalisierung werden Lieferketten komplexer und störanfälliger. Das Projekt PLASS aus dem Technologieprogramm „Smarte Datenwirtschaft“ erleichtert die Auswahl zuverlässiger Lieferoptionen mit Hilfe KI-basierter Textanalyse.

Am Ende seiner dreieinhalbjährigen Projektlaufzeit hat PLASS (Plattform für Analytische Supply Chain Management Services) die Arbeiten an einer B2B-Plattform erfolgreich abgeschlossen, die mit Hilfe von KI-Technologie Entscheidungen im Lieferketten-Management unterstützt.

Die digitale Plattform erkennt automatisiert entscheidungsrelevante Informationen aus globalen und mehrsprachigen Textquellen wie Nachrichten und Social-Media-Beiträgen sowie Homepages und Pressemitteilungen von Lieferanten und Industrieverbänden. Anhand dieser Ergebnisse lassen sich präventiv Risiken abschätzen und das Supply Chain Management kann die potenziell sichersten Optionen auswählen sowie bei voraussichtlichen Störungen schnell reagieren.

Qualität und Echtzeit von KI-Verfahren, die bisher für herkömmliche Suchmaschinen entwickelt wurden, reichen nicht aus, um in der Industriedomäne eingesetzt zu werden. Sie sind bei der Extraktion von Informationen auf allgemeine Fakten wie Personen, Organisationen oder Standorte fokussiert und es fehlen multilinguale Modelle, wie sie für die Analyse globaler Lieferketten erforderlich sind. Deshalb wurden im Projekt PLASS Microservices mit intelligenten Textanalyseanwendungen entwickelt, die auch Kontext und komplexe Zusammenhänge aus den textlichen Informationen filtern können.

Die Konsortialpartner aus Deutschland und Österreich haben jeweils unterschiedliche Ansätze verfolgt: Bei der Entitätenextraktion werden Informationen aus unterschiedlichen Quellen einem bestimmten Sachverhalt zugeordnet und wichtige Schlüsse daraus gezogen. Bei der Relationsextraktion versteht die KI hingegen die Sinnzusammenhänge verschiedener Informationen innerhalb des Textes. In der Confidence Estimation werden die gesammelten Informationen schließlich auf ihre Verlässlichkeit überprüft. Zum Schluss werden die Informationen in übersichtlichen Wissensgraphen angeordnet, aufgrund derer sich die Entscheidungen treffen lassen.

Auch der Wissenstransfer in die Praxis ist im Projekt PLASS gelungen: Mit den Erfahrungen aus der „Smarten Datenwirtschaft“ und dem Vorgängerprogramm Smart Data konnte ein Geschäftsmodell entwickelt werden, auf dessen Grundlage DRIMCo gegründet wurde. Das Start-up entwickelt eigene Technologien im Bereich des Sprachverstehens, von denen das ganze Projekt profitiert hat. DRIMCo fungiert als Vertriebskanal für die von PLASS entwickelten KI-Technologien und ist damit auch ein Beleg für den Marktwert des Projektes.

Weitere Informationen zum Projekt sowie Kontaktdaten finden Sie hier.