Meldung
26.03.2021

Smarte Datenwirtschaft: Telemedizin-Studie gestartet

Telemedizin soll nun dabei helfen, die körperlichen Langzeitfolgen von COVID-19 zu untersuchen. Im Februar startete das Projekt Telemed5000 eine Studie, bei der genesene Patienten nach einem stationären Aufenthalt durch regelmäßige Messungen der Vitaldaten telemedizinisch beobachtet werden.

Herzinsuffizienz. Bild zur Meldung
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Smarte Datenwirtschaft: COVID-19-Studie gestartet

In den zwölf Monaten nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus soll ermittelt werden, ob sich bei den Patienten durch tägliche Messungen eine Verschlechterung bestehender Krankheiten, Folgekrankheiten oder akute Notfälle feststellen lassen. Denn welche körperlichen Langzeitschäden oder Komplikationen eine COVID-19-Infektion konkret mit sich bringen kann, ist bisher noch unklar.

Patientinnen und Patienten, die an dieser Studie teilnehmen, erhalten leihweise Heimmessgeräte, die u.a. zur Gewichts-, Blutdruck-, Sauerstoffsättigungs- und EKG-Messung dienen sowie ein Tablet, mit dem sie neben der Übermittlung ihrer Messdaten auch ihr tägliches Befinden melden, Stimmproben aufnehmen und sechsminütige Aktivitätstests durchführen sollen. Durch die regelmäßige Erfassung und medizinische Auswertung soll erforscht werden, ob schwerwiegende Verschlechterungen des Gesundheitszustandes frühzeitig erkannt werden können.

Insgesamt sollen an der Nachbeobachtungsstudie 100 COVID-19-Genese-Probanden, die während ihrer Erkrankung stationär behandelt wurden und zum Zeitpunkt der Behandlung mindestens 18 Jahre alt waren, teilnehmen. Die individuelle Studiendauer beträgt ein Jahr.

Das Projekt Telemed5000 arbeitet im Rahmen des Technologieprogramms Smarte Datenwirtschaft an einem intelligenten System, das durch den Einsatz von neuester Technologie, wie z.B. Machine Learning sowie Data- und Service Management, die telemedizinische Betreuung von Risikopatientinnen und -patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verbessern wird. Mit der Telemed5000-COVID-19-Studie soll zudem eine bessere Empfehlung zur Nachsorge nach einer COVID-19-Infektion geliefert werden, da es bisher noch keine gesicherten Kenntnisse darüber gibt, in welchem Umfang Nachuntersuchungen notwendig sind.

Mehr zur Beobachtungsstudie können Sie hier nachlesen.