Bilaterale Kooperation mit Österreich

zwischen dem deutschen BMWi und dem österreichischen BMK

Seit rund zwei Jahren besteht eine Kooperation zwischen dem Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit dem Förderrahmen "Entwicklung Digitaler Technologien" und dem österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und seinem Programm „IKT der Zukunft“. Es bestehen gemeinsame Projekte von deutsch-österreichischen Konsortien in vier Förderschwerpunkten.

Beide Ministerien haben sich auf das gemeinsame Ziel verständigt, die Kooperation zwischen den Forschungs- und Entwicklungsprojekten der jeweiligen Technologieförderung zu intensivieren. Österreichische und deutsche Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen können sich in ihren jeweiligen Profilen ergänzen und gemeinsam, auch in Richtung des digitalen europäischen Binnenmarktes, attraktive Lösungen im vorwettbewerblichen Bereich schaffen.


Smarte Datenwirtschaft

Im Bereich der Datenökonomie liegen gute Chancen für eine gemeinsame Entwicklung deutsch-österreichischer Lösungen. Beide Ministerien haben eine kooperative Projektförderung dazu umgesetzt. Die Förderaufrufe „Smarte Datenwirtschaft – Künstliche Intelligenz, Semantik, Souveränität“ aus Deutschland und „Smarte Datenwirtschaft AT/DE 2018 - KI-basierte Datenprodukte“ aus Österreich ermöglichten kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Im Jahr 2019 sind dazu folgende Kooperationsprojekte gestartet:

Anwendungsfeld

Verbundprojekt

Ansprechpartner

BauwirtschaftBIMcontracts - „Automatisiertes Zahlungs- und Vertragsmanagement im Bauwesen mittels Distributed Ledger Technologie und BIM-5D“Angela.Carell@adesso.de;
k@auto.tuwien.ac.at
AutomobilindustrieCampaNeo - „Plattform für Echtzeit Fahrzeugdaten Kampagnen“timo.graen@volkswagen.de;
anna.fensel@sti2.at
Produktion und
Prozessindustrie
ExDRa - „Exploratory Data Science over Raw Data“claus.neubauer@siemens.com;
m.boehm@tugraz.at
BetriebswirtschaftFuture Data Assets - „Intelligente Datenbilanzierung zur Ermittlung des unternehmerischen Datenkapitals“T.Froese@atlan-tec.com;
marian.lux@swisdata.com
Produktion und
Lieferkettenmanagement
PLASS - „Plattform für Analytische Supply Chain Management Services“bernt.andrassy@siemens.com;
mihai.lupu@researchstudio.at
GesundheitswirtschaftTelemed5000 - „Entwicklung eines intelligenten Systems zur telemedizinischen Mitbetreuung von großen Kollektiven kardiologischer Risikopatienten“sandra.prescher@charite.de;
peter.kastner@ait.ac.at


IKT der Zukunft - KI-Plattformen

Parallel zum Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ des BMWi wurde die österreichische Ausschreibung "IKT der Zukunft - KI-Plattformen" durchgeführt. Vier österreichische Einreichungen konnten sich für die Förderung in Kooperation mit einem Projekt des KI-Innovationswettbewerbs qualifizieren. Durch diese Kooperationen wird grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich künstlicher Intelligenz weiter vorangetrieben. So sind folgende Kooperationen entstanden:

AnwendungsfeldVerbundprojekt
Gesundheitswirtschaft EMPAIA - EcosysteM for Pathology diagnostics with AI Assistance
HandelKnowledge4Retail 
GesundheitswirtschaftKI-SIGS - Künstliche Intelligenz-Space für intelligente Gesundheitssysteme 
GesundheitswirtschaftAIQNET - Medical Data Ecosystem  


IKT der Zukunft

Als Teil des nationalen IKT-Förderprogramms Österreichs „IKT der Zukunft“ hatte das österreichische BMK im April 2020 Projekte ausgeschrieben, wobei die Beteiligung deutscher Partner Voraussetzung für eine Förderung darstellte. Ziel der Ausschreibung war die verstärkte Zusammenarbeit zwischen österreichischen und deutschen Projektpartnern in Themenfeldern wie Komplexität von IKT-Lösungen, Sichere Systeme, Intelligente Systeme und Interoperabilität.
So sind die folgenden drei Kooperationsprojekte entstanden, die im Frühjahr 2021 begonnen haben.

AnwendungsfeldVerbundprojekt
Verkehrssicherheit D-TRAS
DemontageSmartDIS
SensortechnologieCARNIVAL


Produktion der Zukunft

Eine gemeinsame Ausschreibung des BMWi und der österreichischen Forschungsförderungsgemeinschaft FFG "Smarte und souveräne Nutzung von Daten für die Produktion“ für die Förderung eines Leitprojekts lief bis zum 20.8.2020. Ziel der Kooperation ist die Erhöhung der Flexibilität und Effizienz in der Produktion durch die Verarbeitung von produktionsrelevanten Daten. Das Leitprojekt soll insbesondere auch den technologischen und ökonomischen Nutzen der offenen Plattform GAIA-X verdeutlichen.
Als Sieger des Wettbewerbs ist das Projekt EuProGigant mit einem deutsch-österreichischen Konsortium zum 1. März 2021 gestartet.

AnwendungsfeldVerbundprojekt
Produktion EuProGigant