Programm

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, Deutschland als Spitzenstandort für digitale Zukunftstechnologien aufzustellen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität zu stärken. Der Koalitionsvertrag sieht weiter die pragmatische Umsetzung der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) vor, mit dem Ziel den Primärrohstoffverbrauch so weit wie möglich zu reduzieren. Dafür soll eine Digitalisierungsinitiative zur Schließung von Stoffkreisläufen gestartet werden.

Die NKWS und darin verankerten Ziele der Sicherung der Rohstoffversorgung, Erhöhung der Resilienz der Wirtschaft sowie Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bilden einen wesentlichen Ausgangspunkt des vorliegenden Technologieprogramms.

Zudem strebt die Bundesregierung an, einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 zu leisten, in deren Rahmen die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDG) adressiert werden.

Einen wichtigen Bezugspunkt bildet darüber hinaus die „Hightech Agenda Deutschland“ der Bundesregierung, die Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Souveränität durch Forschung und Technologie als Ziele definiert. Dazu soll die Forschungs-, Technologie- und Innovationsförderung im Leitmarkt der Kreislaufwirtschaft ausgebaut werden, insbesondere durch Leuchtturmprojekte aus Wirtschaft und Wissenschaft, die digitale Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln.

Zielsetzung des Technologieprogramms:

Das Technologieprogramm „GreenTech Innovationswettbewerb – Digitale Technologien als Hebel für die Kreislaufwirtschaft“ zielt darauf ab, Hemmnisse auf dem Weg zu einer kreislauffähigen Wirtschaft mit Hilfe digitaler Technologien zu reduzieren oder zu überwinden. So sollen Lösungen für Herausforderungen z. B. beim Produktdesign oder der Produktentwicklung sowie für mehr Wirtschaftlichkeit und eine bessere Datenverfügbarkeit entwickelt werden. Ziel ist hierbei eine prototypische Erprobung digitaler Lösungen, welche die entscheidenden Hürden in der Kreislaufwirtschaft abbauen können, beispielsweise durch KI-Systeme, digitale Zwillinge oder die Integration des digitalen Produktpasses. Der Einsatz neuartiger digitaler Technologien in kreislauffähigen Produktionssystemen bietet das Potential, Produkte und auch Dienstleistungen zirkulärer zu gestalten, die Langlebigkeit zu erhöhen, die Wiederverwendung zu stärken, Kreisläufe zu schließen und gleichzeitig ökologisch und ökonomisch zu handeln. Dabei geht es auch darum, die Potentiale der Digitalisierung zu nutzen, um insbesondere regionale Wirtschaftskreisläufe zu fördern und zu stärken.

Gefördert werden herausragende unternehmens- und institutionenübergreifende Verbundprojekte von Konsortien aus Wirtschaft und Wissenschaft mit Leuchtturmcharakter. Die Projekte sollen vor allem den Wissens- und Technologietransfer aus der Forschung in die Wirtschaft, insbesondere in den Mittelstand, ermöglichen sowie Spillover-Effekte und Nachahmungseffekte in die Wirtschaft und Gesellschaft begünstigen.

Der  „GreenTech Innovationswettbewerb – Digitale Technologien als Hebel für die Kreislaufwirtschaft“ zielt somit darauf ab, innovative Impulse für die digitale Transformation hin zu einer funktionierenden digitalen Kreislaufwirtschaft zu setzen. Diese Fördermaßnahme trägt unmittelbar zur Erreichung der oben genannten förderpolitischen Ziele bei.

Anzahl Projekte: 20

Anzahl Projektpartner: 98

Laufzeit: 36 Monate, Start Februar 2026

Fördersumme: ca. 47 Mio. Euro