Deutsch-Österreichisches Einzelprojekt
„Vertrauenswürdiges Internet der Dinge“

Zahlreiche voneinander unabhängige Schätzungen (z.B. Gartner, IDC, IHS) gehen von weltweit mehreren Milliarden Geräten aus, die bis 2020 mit dem Internet verbunden sind und so miteinander kommunizieren und interagieren. Dieses so entstehende Internet der Dinge (IoT) birgt zahlreiche Möglichkeiten für Innovationen und führt zu Erleichterungen im Arbeits- und Alltagsleben. Ebenso sind damit aber auch Risiken verbunden – im selben Maße, in dem die Komplexität der existierenden Netzwerke sowie die Zahl der beteiligten Endgeräte ansteigt. Cyberkriminelle Handlungen können im privaten und beruflichen Umfeld auftreten, dabei kann es sich gleichermaßen um Angriffe auf die Infrastruktur selbst als auch um Angriffe auf die AnwenderInnen sowie deren Daten handeln. Eine Kernherausforderung des IoT liegt darin, die Funktionsfähigkeit und Vertrauenswürdigkeit des Internet der Dinge herzustellen und zu erhalten, und dabei gleichzeitig nicht die Bedürfnisse der AnwenderInnen aus den Augen zu verlieren. Insbesondere für den Markterfolg von Produkten und Dienstleistungen aus dem Mittelstand ist es von hoher Bedeutung, dass in Wirtschaft und Gesellschaft ein hohes Vertrauen in die Sicherheit des Internet der Dinge besteht.

Ziel des geplanten österreichisch-deutschen Kooperationsprojektes ist es, Lösungen zu erforschen und zu entwickeln, die „by Design“ sicher und gleichzeitig benutzerfreundlich sind. Neben Lösungen zum Schutz vor Missbrauch und der präventiven Abwehr von Gefahren können hier auch Lösungen für ein einfaches und zuverlässiges Identitätsmanagement im Internet der Dinge eine wichtige Rolle spielen.

Es gilt das folgende Verfahren:
Detaillierte Zielsetzungen und Bewerbungsbedingungen des Strategischen Einzelprojekts „Vertrauenswürdiges Internet der Dinge“ sind in Kapitel 4.2 der 7. Ausschreibung des österreichischen Forschungsförderprogramms „IKT der Zukunft“ dargestellt.
Download: https://www.ffg.at/ausschreibungen/ikt-der-zukunft-7-ausschreibung-2018

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, (außer-)universitäre Forschungseinrichtungen sowie sonstige Organisationen mit Forschungs- und Entwicklungsinteresse mit Sitz, einer Niederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland (nachfolgend: deutsche Partner) können sich an einem österreichisch-deutschen Konsortium beteiligen; dabei soll der Anteil der deutschen Partner mindestens 40%, maximal 50% der geplanten Gesamtkosten des Projekts ausmachen. Die Auswahl des Projekts erfolgt entsprechend den Regularien der österreichischen Ausschreibung; das BMWi muss einer gemeinsamen Förderung zustimmen. Die deutschen Partner des ausgewählten Förderprojektes werden durch das BMWi gefördert (reguläre Antragstellung über den DLR Projektträger), mit einer maximalen Fördersumme von Euro 750.000,00 . Die österreichischen Partner werden parallel durch das bmvit gefördert. Die Projektlaufzeit kann bis zu 3 Jahren betragen. Es wird empfohlen, die Projektgröße entsprechend den ausgeschriebenen Fördersummen zu gestalten.

Weitere Informationen erhalten Sie im Rahmen des Smart Service Welt Summit (Workshop am 23.11.2018) sowie über Dr. Walter Mattauch; 030-67055-774; walter.mattauch[at]dlr.de

Rechtsgrundlage/Zuwendungsvoraussetzungen:
Rechtsgrundlage für die Projektförderung der deutschen Partner bilden §§ 23, 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO), die hierzu erlassenen Allgemeinen Verwaltungsvorschriften sowie die jeweils anzuwendenden aktuellen Nebenbestimmungen des BMWi sowie Art. 25 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung – AGVO - (EU) Nr. 651/2014 vom 17. Juni 2014 (EU-ABl. L 187/1 vom 26. Juni 2014) in der Fassung der Verordnung (EU) 2017/1084 vom 14. Juni 2017 (EU-ABl. L 156/1 vom 20. Juni 2017). Die Förderquote pro Antragsteller darf dabei die Beihilfeintensität des Artikels 25 Absätze 5 b) bis d), 6 und 7 AGVO nicht überschreiten. Bei der Einhaltung der maximalen Förderintensität sind insbesondere auch die Kumulierungsregeln in Artikel 8 AGVO zu beachten.

Einem Unternehmen, das einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der EU-Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer von demselben Mitgliedstaat gewährten Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen ist, darf keine Förderung gewährt werden.

Mit den Arbeiten am Projekt darf noch nicht begonnen worden sein.

Das Vorhaben ist in der Bundesrepublik Deutschland und in der Republik Österreich durchzuführen, die Ergebnisse des geförderten Vorhabens müssen vorrangig in der Bundesrepublik Deutschland, in der Republik Österreich oder dem EWR genutzt werden.

Zwingende Voraussetzung für die Gewährung einer Bundeszuwendung ist der Nachweis zur Sicherung der Gesamtfinanzierung des Projektes. Im Rahmen des späteren Bewilligungsverfahrens hat der Antragsteller gegebenenfalls nachzuweisen, dass er in der Lage ist, den nicht durch Bundesmittel gedeckten Eigenanteil an den gesamten Projektkosten aufzubringen, und dies seine wirtschaftlichen Möglichkeiten nicht übersteigt (Bonitätsnachweis).

Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.