Pressemitteilung
15.11.2016

Mit Sicherheit Smart Data: Impulse für eine sichere Datennutzung der Zukunft

Am 14. November haben sich beim Jahreskongress des Technologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Fragen der wirtschaftlichen Nutzung von Daten sowie den Implikationen für Datenschutz und Datensicherheit ausgetauscht. Auch die zukünftige Nutzung von Open Data wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

Paneldiskussion
Paneldiskussion „Möglichkeiten des technischen Datenschutzes" mit (von l.) Prof. Dr. Andreas Oberweis, Dr. Stefan Rüping, Prof. Dr. Beatrix Weber, Prof. Dr. Thomas Zahn, Dr. Volker Tresp und Alexa von Busse
© BMWi_MauriceWeiss
Paneldiskussion

Am heutigen Montag, den 14. November, tauschten sich beim Jahreskongress des Technologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Fragen der wirtschaftlichen Nutzung von Daten sowie den Implikationen für Datenschutz und Datensicherheit aus. Auch die zukünftige Nutzung von Open Data wird eine zentrale Rolle spielen.

Wenn es gelingt, Daten intelligent auszuwerten, können sich enorme Wertschöpfungspotenziale, gerade für den deutschen Mittelstand, eröffnen. Wie sichergestellt werden kann, dass Daten rechtskonform genutzt werden, wie es um Sicherheit und Schutz dieser oft sehr sensiblen Daten bestellt ist und wann Anonymisierung und Pseudonymisierung erforderlich sind, diskutieren heute über 300 Expertinnen und Experten auf dem Jahreskongress des Technologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Auf dem Kongress werden darüber hinaus Ergebnisse aus den Fachgruppen des Smart-Data-Technologieprogramms präsentiert.

Luise Kranich, Leiterin der Smart-Data-Begleitforschung beim FZI Forschungszentrum Informatik: „Die Nutzung der schnell wachsenden Datenmengen wirft für Unternehmen sowie für Verbraucherinnen und Verbraucher wichtige Fragen auf. Es ist entscheidend, dass wir zügig Antworten liefern, wie eine sichere Nutzung gewährleistet werden kann. Gerade die Prinzipien der Zweckbindung und der Datensparsamkeit werden dabei von Industrie- und Datenschutzverantwortlichen sehr unterschiedlich bewertet. Daher freuen wir uns heute, richtungsweisende Ergebnisse aus den Fachgruppen des Smart-Data-Technologieprogramms präsentieren zu können.“

‚Open Data‘ stärkt das Vertrauen in öffentliche Institutionen

Prof. Dr. Christof Weinhardt vom FZI Forschungszentrum Informatik, Wissenschaftlicher Leiter der Begleitforschung und der Fachgruppe Wirtschaftliche Potenziale und gesellschaftliche Akzeptanz: „Die Bereitstellung von Daten in Form von ‚Open Data‘, die für die Allgemeinheit zur freien Verfügung stehen, bieten eine zentrale Möglichkeit, dem kritischen Bedürfnis nach Information und Zugang beispielsweise zu Behördenwissen entgegenzukommen. ‚Open Data‘ erhöht nicht nur das Vertrauen in öffentliche Institutionen, sondern hat auch einen entscheidenden Nutzen für die Wirtschaft. Auch Unternehmen müssen zukünftig ihre Denk- und Handlungsweise im Umgang mit sensiblen Daten ändern, wenn sie das Vertrauen ihrer Kunden festigen oder wiedererlangen wollen.“ Die Fachgruppe hat zur Erörterung dieser Fragestellungen im Rahmen der Veranstaltung das Positionspapier Open Data in Deutschland veröffentlicht.

Die Zukunft des Datenschutzes im Kontext von Forschung und Smart Data

Die Smart-Data-Fachgruppen Rechtsrahmen und Sicherheit konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, wie eine sinnvolle Nutzung von Daten trotz hohen Datenschutz- und Datensicherheitsstandards möglich ist. PD Dr. Oliver Raabe, Leiter der Fachgruppe Rechtsrahmen und Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik: „Eine Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher legt sehr viel Wert auf den Schutz ihrer Privatsphäre. Viele fühlen sich durch neue datengetriebene Geschäftsmodelle im Zusammenhang mit Big Data verunsichert. Umso wichtiger ist es für innovative Unternehmen, Vertrauen zu schaffen und nachweisbare Schutzmaßnahmen vorweisen zu können. Viele finden das deutsche bzw. europäische Datenschutzrecht gegenüber anderen Rechtsordnungen wie dem amerikanischen Recht als streng und innovationshemmend. Aber das ist auch eine Chance: „Made in Germany“ kann auch im digitalen Zeitalter eine Qualitätsmarke sein.“ Diese Aspekte werden in der Publikation Die Zukunft des Datenschutzes im Kontext von Forschung und Smart Data erörtert.

Pressebilder der Veranstaltung stehen unter dem unten stehendem Link zum Download zur Verfügung

Weiterführende Informationen

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