E-Energy

Mit dem Förderprogramm "E-Energy – IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in ressort-übergreifender Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) neue Wege aufgezeigt, wie Stromverbrauch gesenkt und Energie effizienter eingesetzt und eine regenerative Energieversorgung umgesetzt werden können.

Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Einbeziehung der erneuerbaren Energien in die Energienetze der Zukunft mit Hilfe neu entwickelter Systeme aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

Der Kurzbegriff "E-Energy" steht – analog den Bezeichnungen "E-Commerce" oder "E-Government" – für die umfassende digitale Vernetzung sowie computerbasierte Kontrolle und Steuerung des Gesamtsystems der Energieversorgung. Die Elektrizitätssparte wurde in diesem Forschungsprogramm als Einstieg gewählt, weil hier die Herausforderungen an Echtzeitinteraktionen und Computerintelligenz wegen der eingeschränkten Speicherfähigkeit von Strom besonders groß sind.

Durch eine enge Verknüpfung von IuK-Technologien mit dem System der elektrischen Energieversorgung sollte durch E-Energy eine Optimierung von Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit erreicht werden.

Das Leuchtturmprojekt zeigte durch die Errichtung von sechs Modellregionen die großen Vorteile des "Internets der Energie" entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis hin zum Endverbraucher aufzeigen. Insgesamt waren 42 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen an diesem Schwerpunkt beteiligt. Die sechs Projekte wiesen unterschiedliche Zielrichtungen auf:

- eTelligence :Intelligenz für Energie, Märkte und Netze
- E-DeMa :Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy Marktplatz der Zukunft
- MEREGIO :Aufbruch zu Minimum Emission Regions
- MoMa:Modellstadt Mannheim in der Metropolregion Rhein-Neckar
- RegModHarz:Regenerative Modellregion Harz
- Smart W@TTS:Steigerung der Selbstregelfähigkeit des Energiesystems durch die Etablierung eines Internets der Energie

Eine vom BMWi beauftragte wissenschaftliche Begleitforschung sicherte die Kohärenz der einzelnen Vorhaben im Rahmen des Schwerpunktes und sorgte für eine schnelle Verbreitung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit. Weitere Aufgaben lagen in der Vernetzung der einzelnen Projekte wie auch mit dem Umfeld.

Im Herbst 2010 wurde das Programm (neben der Realisierung der sechs Modellregionen und der Begleitforschung) als dritte Säule um das Verbundprojekt E-Energy Future ergänzt. Dieses Verbundvorhaben zielte auf die Erforschung der nationalen und globalen Entwicklungen im Bereich der Smart Grids und der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen bzw. einer Roadmap für eine stufenweise Implementierung einer optimierten IT-Infrastruktur für das Energiesystem der Zukunft. Hierin wurde ein perspektivischer Blick auf die notwendigen technischen und rahmenpolitischen Entwicklungen und Maßnahmen für eine stufenweise Entwicklung des Energiesystems und der IT-Infrastruktur bis zum Jahr 2030 geworfen. In einer Szenario-basierten Betrachtung sollten darüber hinaus marktrelevante Entwicklungen und das Potenzial für neue Geschäftsmodelle und deren Einfluss auf die Entwicklungen abgeschätzt werden.

Schwerpunktlaufzeit: Gesamtvorhaben: 2008 - 2013
Einzelvorhaben: 48 Monate

Gesamtvolumen: 140 Mio. Euro

Fördervolumen (BMWi + BMU): 60 Mio. Euro

Anschlussberichte:

Factsheets:

Screenshot der Animation

Die E-Energy Animation wurde durch ein Quiz ergänzt, mit Sie Ihr Wissen rund um das Thema Smart Grids testen können. In sechs Szenarien wird eine Welt der intelligenten Energieversorgung entworfen und Ihr Wissen über die Erkenntnisse der über fünfjährigen Entwicklungs- und Testphase des Förderprogramms „E-Energy – IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) abgefragt.